Skicross

Zacher fällt mit Beinbruch bis Saisonende aus

Die Bilanz der deutschen Skicrosser in St. Johann mit zwei Podestplätzen wird arg getrübt vom Pech der nationalen Meisterin.

Die deutschen Skicrosser haben beim Weltcup im österreichischen St. Johann die ersten beiden Podestplätze dieser Saison eingefahren, aber auch einen schweren Verlust hinnehmen müssen. Anna Wörner als Zweite und Daniel Bohnacker als Dritter sorgten für eine sportlich sehr gute Bilanz. Bitter für den Deutschen Skiverband: Im Finale erlitt Heidi Zacher bei einem Sturz einen Unterschenkelbruch und musste operiert werden. Der Eingriff soll ersten Angaben zufolge gut verlaufen sein. Die Saison ist damit für die 23-Jährige, die als Vierte in die Wertung kam, aber beendet.

„Das war ein gemischtes Wochenende“, sagte Heli Herdt, Sportlicher Leiter des Teams. „Nach der Qualifikation waren Podiumsplätze nicht unbedingt zu erwarten. Ausgehend von der Freitagsquali ist das ein sehr gutes Ergebnis.“

Getrübt wurde die Freude natürlich durch die Verletzung von Zacher. „Sie ist noch in der Nacht operiert worden“, sagte Herdt. Wegen der schlechten Transportmöglichkeiten habe der deutsche Teamarzt für einen Eingriff in Österreich plädiert. Am Sonntag machte sich das deutsche Team auf die zehnstündige Autofahrt zum Weltcup nach Alpe d'Huez in der kommenden Woche.

Der Erfolg bei den Damen ging an die Französin Ophelie David, bei den Herren siegte der Schweizer Alex Fiva. Mathias Wölfl als 22. und Thomas Fischer auf Platz 27 scheiterten im Achtelfinale. Die Runde der besten 32 verpassten Paul Eckert als 36., Simon Stickl als 45. und Florian Eigler auf Rang 48. Andreas Schauer kam nicht ins Ziel.

Das starke Mannschaftsresultat bei den Damen rundete Julia Eichinger bei ihrem vierten Weltcup-Auftritt als Elfte ab. Christina Manhard kam auf den 20. Platz, Sabrina Weilharter auf Rang 25. In der jungen Olympia-Disziplin waren es für den Deutschen Skiverband die Weltcup-Podiumsplätze 12 und 13.