Auslaufender Vertrag

Superstar Raul möchte bei Schalke 04 verlängern

Erstmals hat Raul eindeutig erklärt, dass er auch in der nächsten Saison für Schalke 04 spielen möchte. Er hofft auf eine Einigung mit Manager Horst Heldt.

Foto: Bongarts/Getty Images / Bongarts/Getty Images/Getty

Glänzend gelaunt und vollkommen entspannt präsentiert sich Huub Stevens im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 in Doha/Katar. Die Stimmung des Trainers der Königsblauen könnte bald noch besser werden.

Superstar Raul hat dem Pokalsieger deutlicher denn je Hoffnung auf eine baldige Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden Vertrages gemacht. „Ich bin optimistisch, dass wir zu einer Vereinbarung kommen. Im Moment gibt es überhaupt keinen Grund, der gegen eine Verlängerung spricht“, sagte der Torjäger über die im Januar anstehenden Gespräche.

Einen Termin für Verhandlungen mit seinem Berater und Schalkes Manager Horst Heldt gibt es zwar noch nicht, doch die Fans können sich Hoffnungen auf einen Verbleib des Publikumslieblings machen. „Ich hoffe, bei Schalke weiterspielen zu können, ich fühle mich sehr wohl hier“, sagte der Spanier, der 2010 vom spanischen Rekordmeister Real Madrid nach Gelsenkirchen gewechselt war.

Familie entscheidend

Er gehe optimistisch in die Gespräche, aber es müssten auch alle Bedingungen passen. „Falls eine Einigung zustande kommt, würde ich mich sehr freuen“, ergänzte Raul.

Bei der Entscheidungsfindung sei weniger die Vertragsdauer als seine Familie entscheidend. „Es geht nicht um ein, zwei oder drei Jahre. Wir sind hier sehr zufrieden, sehr glücklich, in Düsseldorf und auf Schalke“, meinte der spanische Stürmer , der mit seiner Familie in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens wohnt.

Die finanziellen Forderungen könnten allerdings zum Problem werden. Bisher schießt Real noch rund zwei Millionen Euro pro Jahr bei Rauls Gehalt dazu. Damit ist im Sommer Schluss.

Huub Stevens würde eine Vertragsverlängerung seines Topstars aber begrüßen. Es mache ihm Spaß, mit Raul zu arbeiten, meinte der Niederländer. „Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihm und schätze seine professionelle Einstellung sehr. Natürlich ist er schon 34, aber er ist sowohl als Spieler als auch menschlich wichtig für uns“, so Stevens, der scherzhaft anfügte: „Ich hoffe, dass das noch zehn Jahre so bleibt“.

Da es noch keinen Termin für konkrete Gespräche gibt, hat Raul neben dem Training in Katar auch für andere Dinge Zeit. So stattete er seinem Landsmann Rafael Nadal beim ATP-Turnier in Doha einen Besuch ab.

„Wir sind seit längerer Zeit befreundet. Es war eine wunderbare Gelegenheit, ihn zu treffen“, meinte Raul, dessen Comeback in der spanischen Nationalmannschaft nach seinen starken Leistungen in der Bundesliga wieder ein Thema geworden ist.

Raul liebäugelt mit der Nationalelf

„Ich glaube, in die Seleccion zurückzukehren, ist sehr schwierig, das ist eine herausragende Gruppe mit sehr guten Stürmern. Aber ich verschwende im Moment keinen konkreten Gedanken daran. Wenn es klappen würde, wäre ich bereit, auch weil es mich mit einem gewissem Stolz erfüllen würde“, sagte der Angreifer.

Weniger Spaß als Raul haben derzeit Jermaine Jones und Klaas-Jan Huntelaar. Die Gelb-Roten Karten im DFB-Pokalspiel bei Borussia Mönchengladbach (1:3) haben ein kostspieliges Nachspiel. „Da wird für Klaas-Jan und Jermaine noch etwas folgen“, sagte Stevens über mögliche Geldstrafen für beide Profis. Für ihn selbst, betonte Stevens, „ist das aber aus der Welt geschafft“.

Lange Sperre für Jones

Jones hatte dem Gladbacher Marco Reus absichtlich auf den bereits zuvor gebrochenen Zeh getreten und war dafür vom DFB-Sportgericht bis zum 1. März für alle Pflicht- und Freundschaftsspiele gesperrt worden.

Dazu wollte sich Stevens nicht äußern, er betonte nur, dass er es für nicht gerecht halte, dass nur Jones, nicht aber Huntelaar am öffentlichen Pranger stehe: „Es war auch nicht schlau, was Klaas-Jan getan hat.“ Huntelaar hatte kurz nach der Pause wegen wiederholter Unsportlichkeit Gelb-Rot gesehen.