NBA

Vierte Pleite im fünften Spiel für Dallas und Nowitzki

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Titelverteidiger Dallas Mavericks kassiert bei den Minnesota Timberwolves, die zuvor 18-mal hintereinander verloren, eine klare Niederlage.

Seit 2006 sind Dirk Nowitzki und der NBA-Meister Dallas Mavericks nicht mehr so schwach in die neue Saison gestartet. Zwei Tage nach dem 99:86 gegen Toronto kassierte der Basketball-Superstar am Sonntag (Ortszeit) mit dem 82:99 (41:50) bei den seit 294 Tagen sieglosen Minnesota Timberwolves bereits die vierte Pleite im fünften Spiel. Durch die Blamage sind die „Mavs“ in der Southwest Division nun Letzter und nach 1:4 Niederlagen die schlechteste Mannschaft im Westen.

„Das Team ist zu alt, zu langsamen und völlig außer Form“, hatte Nowitzki noch nach der dritten Pleite in der verkürzten Saison gegen Denver geschimpft. Und auch gegen die Timberwolves lief es wieder nicht viel besser. Dallas brach in der Schlussphase nach dem 82:84 völlig ein.

Miami mit Kantersieg

Dagegen feierte Vorjahresfinalist Miami Heat mit dem 129:90 am Sonntag bei Charlotte Bobcats ein Schützenfest. Mit dem fünften Sieg in Serie übernahm der Vizemeister die Spitze in der Southeast Division der Eastern Conference. Nur Miami und Oklahoma City in der Northwest Division sind unter den 30 Teams der Profiliga NBA noch ungeschlagen.

Gut ein halbes Jahr nach dem Meistertitel war Nowitzki mit 21 Punkten aus neun von 20 Würfen erneut bester Mavs-Shooter, konnte den Rückschlag aber nicht verhindern. Den Gipfel der Demütigungen erlitt der 2,13 Meter-Riese in der hektischen Schlussphase: Timberwolves Rookie-Guard Ricky Rubio zauberte den Ball durch die Beine des 33 Jahre alten deutschen Sportler des Jahres und Anthony Tolliver nutzte den Pass mit einem vorentscheidenden Dreier für Minnesota.


Plötzlich riss der Faden

Vor 15.115 Zuschauern im Target Center von Minneapolis war Dallas schon im zweiten Viertel auf die Verliererstraße geraten. Nach ausgeglichenem Beginn liefen die Texaner ständig einem Rückstand hinterher. Im Schlussviertel kam Dallas fünf Minuten vor Abpfiff auf 82:84 heran, als die Mavs mit einer Serie von 10:0 Punkten noch einmal aufdrehten. Aber plötzlich war der Faden gerissen, nichts ging mehr. Vor allem die Routiniers Jason Kidd, Vince Carter, Jason Terry und Lamar Odom trafen zusammen nur acht ihrer 30 Würfe aus dem Feld.

Die mit drei Niederlagen in die Saison gestarteten Timberwolves aber erzielten 15 Punkte in Serie und sicherten ihren ersten Liga-Erfolg saisonübergreifend nach 18 Pleiten nacheinander. Der überragende Kevin Love (25 Punkte, 17 Rebounds) war der Matchwinner und der Spanier Rubio (14 Punkte/7 Assists) krönte seinen Auftritt beim 15:0-Endspurt Minnesotas mit dem „Tunnel“ gegen Nowitzki.

Ergebnisse: Cleveland Cavaliers - New Jersey Nets 98:82, Miami Heat - Charlotte Bobcats 129:90, Orlando Magic - Toronto Raptors 102:96, Washington Wizards - Boston Celtics 86:94, Minnesota Timberwolves - Dallas Mavericks 99:82, Chicago Bulls - Memphis Grizzlies 104:64, Denver Nuggets - Los Angeles Lakers 99:90, Sacramento Kings - New Orleans Hornets 96:80, Los Angeles Clippers - Portland Trail Blazers 93:88.

( dpa/jr )