SC Freiburg

Marcus Sorg muss gehen, Streich übernimmt

Abschied nach nur fünf Monaten: Der Tabellenletzte hat sich am Donnerstag von seinem Trainer Marcus Sorg getrennt. Damit soll "ein neuer Impuls" gesetzt werden, hieß es. Sorgs bisheriger Assistent Christian Streich wird neuer Chefcoach bei den Breisgauern.

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Der SC Freiburg hat sich von seinem Trainer Marcus Sorg getrennt. Das bestätigte der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. „Wir sind nicht als Club bekannt, der sich leichttut, was Trainer-Demissionen angeht. Aber wir wollen auch auf der Trainerposition einen Impuls setzen“, sagte Sportdirektor Dirk Dufner.

Neuer Chefcoach wird der bisherige Assistent Christian Streich, der die Freiburger A-Jugend 2008 zur deutschen Meisterschaft geführt hatte. „Wir haben uns für Christian Streich entschieden und nicht für eine externe Lösung. Er kennt die Mannschaft“, meinte Dufner.

Der 46 Jahre alte Sorg war erst im Juli als Nachfolger von Robin Dutt vom Trainer der zweiten Mannschaft zum Chefcoach des Bundesliga-Teams befördert worden. In den 17 Spielen der Hinrunde holte er mit den Freiburgern aber nur magere 13 Punkte. Zudem schied die Mannschaft im DFB-Pokal bereits in der ersten Runde gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching (2:3) aus.

Die Breisgauer trennten sich zum ersten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte vorzeitig von einem Trainer. Volker Finke verließ den Club 2007 nach 16 Jahren, Dutt wechselte im Sommer nach vier Jahren zu Bayer Leverkusen.

In der Bundesliga war es der vierte Trainerwechsel der laufenden Saison. Vor Sorg hatten bereits Ralf Rangnick (Schalke 04), Michael Oenning (Hamburger SV) und Markus Babbel (Hertha BSC Berlin) aus gesundheitlichen oder sportlichen Gründen ihre Posten räumen müssen.