Ski Alpin

Weltcup in München wegen Schneemangel abgesagt

Der alpine Ski-Weltcup in München am Neujahrstag ist abgesagt worden und wird nicht nachgeholt.

Schneemangel, zu warme Temperaturen, Regen und keine gute Wettervorhersage führten zur Absage. Das teilte der Internationale Skiverband FIS an den Weihnachtsfeiertagen mit.

„Wir mussten den Kampf aufgeben. Gegen die warme Witterung und die für uns schlechten Aussichten haben wir einfach keine Chance mehr, eine wettkampftaugliche Strecke nach internationalem Standard herzustellen", sagte Frank Seipp, OK-Chef des Weltcups im Olympiapark. „Es geht ja nicht darum, irgendeine Piste herzustellen, wir müssen ja der Elite des alpinen Skisports gerecht werden."

Um einen Ausfall des Wettbewerbs zu verhindern, hatten die Organisatoren zuletzt damit begonnen, Schnee vom Münchner Flughafen mit Lastwagen zum Olympiaberg zu bringen. Aber auch dieser Rettungsversuch trug angesichts der Witterung keine Früchte.

Jeweils die 15 Besten des Gesamtweltcups, darunter Maria Höfl-Riesch und Viktoria Rebensburg, plus ein Wildcard-Inhaber wären für den jetzt abgesagten Wettbewerb qualifiziert gewesen. Nach den Rennen in Lienz (Damen) und Bormio (Herren) geht es im Weltcup nach dem München-Ausfall in der ersten Januar-Woche in Zagreb weiter.

Vor einem Jahr hatte der Parallel-Weltcup in der bayerischen Landeshauptstadt vor 25 000 Zuschauern stattgefunden. In dieser Saison ist ein weiteres City-Event der Alpinen für den 21. Februar in Moskau geplant.

Im Zuge des Weltcups muss auch das Wintersportfestival vom 30. Dezember bis 1. Januar abgesagt werden, da die Schneemengen auch hierfür nicht ausreichen. „Wir sind alle sehr enttäuscht", sagte Olympiapark-Geschäftsführer Ralph Huber, „Vorbereitungen und ein toller Event fallen nun Umständen zum Opfer, gegen die wir einfach machtlos sind."