Ex-Meister

Wolfsburgs Alleinherrscher Magath gibt Fehler zu

Felix Magath bilanziert die Hinrunde des VfL Wolfsburg selbstkritisch. Er ist optimistisch, dass es im neuen Jahr "weit nach oben geht".

Foto: dpa / dpa/DPA

Felix Magath will nach einer schwachen Hinrunde mit nur 20 Punkten eine Aufholjagd mit dem VfL Wolfsburg starten. Der Trainer des Fußball-Bundesligisten räumte in einem Interview mit der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ eigene Fehler ein, verteidigte aber die umstrittene Personalpolitik. „In der Rückrunde werden wir eine bessere Punkteausbeute haben, eine bessere Mannschaft, stabilere Leistungen – und es wird in der Tabelle weit nach oben gehen“, kündigte Magath an.

Auf einen konkreten Tabellenplatz wollte sich der VfL-Coach nicht festlegen. „Es macht jeder Fehler, selbstverständlich habe ich auch Fehler gemacht“, erklärte Magath. Der VfL-Meistermacher von 2009, den die magere Hinrunden-Ausbeute „beunruhigt“, führte das enttäuschende Abschneiden auf „die Verteidigungsschwäche“ zurück. Einen einzelnen Spieler wollte er nicht verantwortlich machen. „Die Mannschaft leidet eher darunter, dass sich kein Führungsspieler herausgebildet hat und dass die Gruppe insgesamt nicht stabil genug ist“, sagte Magath.

Mit dem von ihm verpflichteten Ex-Frankfurter Sotirios Kyrgiakos ging er hart ins Gericht. „Kyrgiakos hat seine Rolle nicht erfüllt - weil er gar nicht bereit war, die ihm angedachte Führungsaufgabe zu übernehmen“, erklärte der Trainer. In der Vorrunde setzte Magath insgesamt 30 Spieler ein, was ihm heftige Kritik einbrachte. „Nein, die Rotation ist bei uns nicht das Problem. Bei uns passt die mannschaftliche Geschlossenheit nicht“, sagte der Trainer. In der Winterpause sollen neue Spieler nach Wolfsburg kommen, andere müssen den VfL verlassen.

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