Fussball

FSV Frankfurt entlässt Trainer Boysen

Zweitligist FSV Frankfurt hat sich nach der 0:2-Heimniederlage gegen den VfL Bochum von Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen getrennt.

Darüber wurde Boysen von der Geschäftsführung des FSV Frankfurt im Anschluss an das Spiel informiert. Wer seine Nachfolge übernehme, sei noch nicht bekannt, teilte der Verein mit.

„Die bisherige Punkteausbeute inklusive der sieglosen Heimbilanz und die negative Leistungstendenz der Mannschaft veranlassten uns zu diesem Schritt, der uns nicht leicht gefallen ist. Doch wir sahen in der momentanen Situation nicht die Perspektive, die Mannschaft aus dem Tal heraus zu führen", erklärte der Geschäftsführer Uwe Stöver.

Die Frankfurter hatten sich gegen Bochum ohne großen Kampfgeist gezeigt. Vor 3.396 Zuschauern erzielten Björn Kopplin (20. Minute) und Chong Tese (22.) die Treffer für den VfL erzielten, der bei besserer Chancenverwertung durchaus noch höher hätte gewinnen können. Dagegen waren harmlose Schüsse von Karim Benyamina und Samil Cinaz fast noch das Gefährlichste, was der FSV zustande brachte.

Zwtl: Boysen hatte Rücktritt abgelehnt

Boysen hatte in der Pressekonferenz nach dem Spiel noch Spiel noch einen Rücktritt ausgeschlossen: „Es wäre Feigheit, jetzt wegzulaufen. Ich bin es seit Wochen gewohnt, dass über mich spekuliert wird. Das stählt und motiviert mich."

Der 54-Jährige war seit dem 7. Oktober 2009 Cheftrainer beim FSV. In der laufenden Saison haben die Frankfurter zuletzt zehn Pflichtspiele in Folge nicht gewonnen, darunter neun Meisterschaftsspiele. Als einziges Team der höchsten drei Ligen in Deutschland sind die Frankfurter in dieser Spielzeit noch ohne Heimsieg.

Der Trend zeigt beim kleineren der beiden Frankfurter Vereine aber schon seit längerem nach unten. Im gesamten Kalenderjahr 2011 holte der FSV aus 36 Meisterschaftsspielen lediglich 24 Punkte – die Bilanz eines Absteigers. Derzeit liegt die Mannschaft mit 14 Punkten aus 19 Spielen der laufenden Saison auf Relegationsplatz 16.