Biathlon

Magdalena Neuner verpasst erstmals das Podium

Ausgepumpt blickte Magdalena Neuner auf die Anzeigetafel: Erstmals in dieser Saison fand sich die Biathlon-Rekordweltmeisterin am Freitag nicht unter den Top drei.

Ganze 45 Sekunden fehlten der Wallgauerin beim dritten Saisonsprint im österreichischen Hochfilzen zum Sieg, immerhin 15 Sekunden zu Platz drei. „Mit Rang vier braucht man nun wirklich nicht unzufrieden zu sein. Aber läuferisch geht es noch verdammt zäh, das habe ich wieder gemerkt", sagte die 24-Jährige.

Ihren insgesamt zehnten Weltcup-Sieg sicherte sich die Russin Olga Saizewa in 20:36,6 Minuten. Die Staffel-Olympiasiegerin leistete sich bei schwierigen Windverhältnissen nur einen Schießfehler und war auf den 7,5 Kilometern sehr schnell unterwegs. Zweite wurde die Weißrussin Darja Domrachewa (20:50,5) vor der Schwedin Helena Ekholm (21:06,8). „Das Schießen war an diesem Tag sehr wichtig und das hat bei mir wunderbar funktioniert", sagte Saizewa. Neuner verteidigte dennoch ihre Führung im Gesamtweltcup (307 Punkte) vor Domrachewa (279 Punkte).

Zwtl: Neuner noch mit Schwächen auf der Runde

Bei der zehnmaligen Weltmeisterin blieben zwei von zehn Scheiben stehen, doch auch mit ihren sonst so überragenden Laufleistungen konnte Neuner den Rückstand nicht aufholen. „Auf der letzten Runde habe ich noch gut gekämpft, aber insgesamt dauert es wohl noch ein bisschen, bis das Laufen wieder top ist", sagte Neuner, die sich allerdings für das Jagdrennen am Samstag gut aufgestellt fühlt. „Mal aus der Verfolgerposition starten zu können, ist doch eine super Ausgangsposition."

Bei phasenweise böigem Wind schafften es die anderen deutschen Starterinnen nicht unter die besten Zehn. Andrea Henkel (Großbreitenbach) kam nach zwei Schießfehlern als 14., Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) nach nur einem Fehler als 25. ins Ziel. Tina Bachmann (37., Schmiedeberg) und Miriam Gössner (42., Garmisch) ließen jeweils vier und damit zu viele Scheiben stehen.

Auf die Mixed-Staffel am Sonntag wird Magdalena Neuner voraussichtlich verzichten, um rechtzeitig in Abendgarderobe in Baden-Baden sein zu können. Dort gilt die Top-Athletin als Favoritin für die Auszeichnung als „Sportlerin des Jahres".