Fussball

Dresden feilt für Geisterspiel in Rostock an Kommunikation

Fußball-Zweitligist Hansa Rostock sieht sich im Geisterspiel am Sonntag gegen Dresden als Außenseiter, die Dynamos sind derweil besorgt um ihre Kommunikation auf dem Rasen.

„Die Dresdner sind favorisiert, da ist der Druck für uns nicht so hoch", sagte Hansa-Trainer Wolfgang Wolf. Ausgerechnet vor leeren Rängen erlebt der Nachfolger von Peter Vollmann sein Heimdebüt auf der Rostocker Trainerbank. „Wir müssen Spannung aufbauen, trotz der Totenstille im Stadion sofort klarmachen, dass es kein Freundschaftsspiel ist", sagt Wolf, der nach 2004 bereits zum zweiten Mal ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit erlebt.

Für Wolf hat ein „dreckiger Sieg" gegen Dynamo höchste Priorität. Gleichzeitig weiß er aber auch, dass seine Mannschaft als Schlusslicht im neuen Jahr „bei Null anfängt". Dann werde der Druck noch höher. Die Rostocker Spieler werden ab 13.30 Uhr am Sonntag in einem Trikot mit dem Schriftzug „Nur unsere Herzen sollen brennen" auflaufen und so ihren Protest gegen die folgenschweren Ausschreitungen einiger Anhänger zum Ausdruck bringen.

Gegner Dresder geht mit veränderter Kommunikation in das Geisterspiel. „Ich habe meine Jungs darauf eingestellt, dass sie anders als sonst miteinander kommunizieren müssen, weil sonst alles auf der Pressetribüne oder beim Schiedsrichter landet", sagte Trainer Ralf Loose am Freitag. Seine Mannschaft sollte daher auf hitzige Wortduelle verzichten. „Ansonsten ist es mir egal, ob wir vor Zuschauern spielen oder nicht. Es wird eine schwere Partie", sagte Loose. Verzichten muss der Coach auf den Langzeitverletzten Christian Fiel und weiterhin auch auf Muhamed Subasic (Muskelverhärtung).

Während im Stadion nur eine kleine Delegation beider Vereine sowie Medienvertreter und Offizielle zugelassen sind, haben Hansa-Anhänger eine Demonstration vor dem Stadion gegen das Geisterspiel angekündigt.