Zukunft des Nationalstürmers

Podolski bleibt bei Köln oder geht ins Ausland

Nationalstürmer Lukas Podolski möchte lieber ins Ausland als innerhalb der Fußball-Bundesliga wechseln. Schalke 04 hat daher schlechte Karten beim Poker um den Stürmer.

Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski sieht seine Zukunft entweder weiterhin beim 1. FC Köln oder im Ausland. Ein Transfer zu Schalke 04 scheint für Podolski aber ausgeschlossen zu sein. „Ein Wechsel innerhalb der Bundesliga ist für mich nur sehr schwer vorstellbar. Wenn ich Köln verlasse, reizt mich auf jeden Fall das Ausland“, sagte der Stürmer der "Sport Bild".

Podolskis Vertrag bei den Kölnern läuft im Sommer 2013 aus. Der Verein will im Winter mit ihm verlängern oder ihn im kommenden Sommer für eine hohe Ablösesumme verkaufen. Podolski, der beim 1:1 am Dienstag gegen den FSV Mainz 05 bereits sein 14. Saisontor erzielte, hatte stets erklärt, sich mit seiner Entscheidung Zeit lassen zu wollen.

„Bei den Anfragen schaue ich schon, ob die Vereine womöglich Champions League oder international spielen“, sagte der 26-Jährige, der zudem erklärte, es störe und nerve ihn, dass er „von einigen Menschen nur auf Köln und den Verein reduziert“ werde. „Ein Wechsel in dieser Saison ist ausgeschlossen“, sagte der Podolski weiter.

Köln steht in dieser Angelegenheit unter Druck. Sportdirektor Volker Finke will mit dem Star im Winter vorzeitig verlängern und ansonsten auf keinen Fall mit dem Publikumsliebling in die neue Saison gehen. Denn nur im Sommer würde der FC noch eine stattliche Ablösesumme im zweistelligen Millionenbereich erhalten.

Angeblich sollen der englische Top-Klub FC Arsenal sowie die beiden italienischen Spitzenvereine Inter Mailand und AS Rom Interesse an Podolski haben. Eine Anfrage von Lok Moskau hat er abgelehnt.

Streit mit Klopp abgehakt

Den Streit mit Meistertrainer Jürgen Klopp ist unterdessen abgehakt. „Jürgen Klopp ist ein super Typ, ein geiler Trainer, alles andere ist vergessen. Wir verstehen uns“, sagte der 95-malige Nationalspieler nach dem Mainz-Spiel. Klopp hatte auf die Frage, ob Podolski nicht ein interessanter Spieler für Meister Borussia Dortmund wäre, am Sonntag nach dem 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern schroff reagiert. „Er müsste mit seinen Anlagen einer der besten Stürmer in Deutschland sein. Das ist er momentan nicht, und zwar weil er seine Leistung nicht oft genug abruft. Dafür ist er uns dann zu teuer“, hatte der 44-Jährige bei Sky erklärt und Podolski damit verärgert.