"Auszeit"

Vorm Abflug vom stillen Örtchen geflogen

Vor strengem Flugzeugpersonal gibt es kein Entkommen! Warum der FC Barcelona mit einer halben Stunde Verspätung zur Klub-WM in Tokio gereist ist

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Die Flugzeugtoilette ist ein wahrlich blöder Zufluchtsort. Keinerlei Bewegungsfreiheit, ungenießbares Wasser und kein zweiter Ausgang. Einmal entdeckt, gibt es kein Entkommen vor den Häschern. So wie Alec Baldwin vor wenigen Tagen auf dem Flughafen von Los Angeles.

Da das Flugzeug noch am Gate stand, glaubte der Hollywood-Schauspieler die Anschnallzeichen ignorieren zu können. Sein Handy blieb an, er daddelte gerade Scrabble. Als Baldwin die Warnungen des Kabinenpersonals zusehends nervten, zog er sich samt Telefon aufs Klo zurück.

Dort fielen dem Knobelfan nach Auskunft der Fluglinie etliche Worte ein, die den Stewardessen gar nicht gefielen. Sie schmissen Baldwin aus dem Flugzeug . Der konterte bei Twitter: „Das letzte Mal, dass ich mit American geflogen bin. Da arbeiten pensionierte katholische Turnlehrerinnen aus den 50er-Jahren als Stewardessen.“

Eine Frau im Flugzeugklo

Möglicherweise ist dies auch bei der Airline so, die den FC Barcelona befördert. Zumindest ist das Personal ähnlich rigoros, wenn es um das Entern von Klokabinen geht. In diesem Fall hatte sich jedoch kein Prominenter eingeschlossen, sondern ein Normalo, der Prominente beobachten wollte.

Nach Angaben der Medien Spaniens schmuggelte sich auf dem Madrider Flughafen eine Frau in die Maschine, die den Champions-League-Sieger zur Klub-WM bringen sollte. Die Dame schloss sich auf dem Klo ein, wurde aber schnell entdeckt.

Auch sie musste vor dem Abflug den Abflug machen. Jedoch nicht ohne Debatten, wegen des Theaters flog die beste Mannschaft der Welt mit einer halben Stunde Verspätung ab. Wie Messi und Kollegen die Wartezeit überbrückten, ist leider nicht überliefert. Vielleicht ja mit Scrabble.