Volleyball

BR Volleys denken an Neuverpflichtungen

Nach zwei Niederlagen in der Bundesliga sind die Berlin Recycling Volleys auch aus dem Pokal ausgeschieden. Beim Cupverteidiger Generali Haching unterlagen sie 0:3. Nun könnten Verstärkungen kommen.

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Es sind keine leichten Dezember-Tage für Kaweh Niroomand, den Geschäftsführer der BR Volley . Eigentlich sollte jetzt die Basis gelegt werden, eine erfolgreiche Saison zu bestreiten. Als Ziel hatte er ausgegeben, wenigstens ein Finale zu erreichen. Doch am Sonnabend scheiterte die Mannschaft mit 0:3 im deutschen Pokalwettbewerb beim Cupverteidiger Generali Haching. Zuvor hatte es in der Volleyball-Bundesliga Niederlagen gegen ebenjene Bayern und Meister VfB Friedrichshafen gegeben. Niroomand gibt zu: „Das ist alles in punkto Ausbeute nicht erfreulich.“ Am Dienstag (19.30 Uhr, Schmeling-Halle) droht im Viertelfinal-Hinspiel des Europacups gegen Istanbul BBSK ein weiterer Dämpfer.

Manager reist ebenfalls nach München

Nach Haching war der Manager extra nachgereist, um sich ein Bild zu machen, wie sich das Team präsentierte und ob es Handlungsbedarf gibt. Das Endergebnis lautete zwar wie in der Bundesliga 0:3, doch die Satzresultate zeigen, dass es knapp zuging: 26:28, 21:25, 20:25. Selbst der Hachinger Nationalspieler Christian Dünnes kommentierte: „Berlin war heute sehr stark. Das Ergebnis ist klarer, als die Partie war.“ Auch Niroomand sieht eine positive Entwicklung „bei den Leuten, auf die wir gesetzt haben. Paul Carroll ist auf dem aufsteigenden Ast. Tomas Kmet war in Haching überragend.“

Doch er erkannte auch große Schwachstellen. Mannschaften wie der Pokalsieger oder Meister Friedrichshafen sind in dieser Saisonphase schon harmonischer, eingespielter – vielleicht, weil sie im Sommer weniger Akteure ausgetauscht haben als die Berliner. Aber das Hauptproblem sieht Niroomand woanders. „Wir müssen unsere Annahme stabilisieren, da passieren zu viele Fehler.“ Und er wählt einen schönen Vergleich: „Wenn das Erdgeschoss nicht da ist oder wackelt, ist es schwer, ein Haus zu bauen.“

Der Finne Urvo Sivula, der Argentinier Pablo Bengolea, der Kroate Roko Sikiric, sie alle erfüllen bisher nicht die Erwartungen; am meisten überzeugt in der Annahme ausgerechnet der erst 19-jährige Björn Höhne. „Es kann durchaus sein, dass wir uns da noch mal nach einer Verstärkung umschauen“, kündigt Niroomand an. Bis Ende des Jahres kann ein deutscher Spieler nachverpflichtet werden, ein ausländischer sogar bis Ende Januar.