Formel 1

Auch Sauber steigt aus der Teamvereinigung aus

Das Ende der Teamvereinigung Fota rückt immer näher. Nach Ferrari und Sebastian Vettels Team Red Bull hat auch Sauber seinen Austritt erklärt.

Das Ende der Formel-1-Teamvereinigung FOTA rückt immer näher. Nach Ferrari und Sebastian Vettels Team Red Bull hat auch Sauber seinen Austritt aus der FOTA erklärt. „Das Sauber F1 Team hat in der vergangenen Woche seinen Ausstieg aus der Formel-1-Teamvereinigung FOTA erklärt. Die Gründe dafür haben wir der FOTA erklärt“, bestätigten die Schweizer den Rückzug auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dapd. Zu den genauen Gründen sagte das Team aber nichts.

Nach den Topteams Red Bull und Ferrari sowie Sauber soll auch das Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso als viertes Team vor dem Absprung stehen. Das berichtet das britische Fachmagzin „Autosport“. Angeblich seien Verantwortliche des Teams einem FOTA-Meeting am Dienstag fern geblieben. Dort hatten die verbliebenen FOTA-Teams McLaren, Renault, Mercedes, Williams, Force India, Lotus und Virgin über die Zukunft der Teamvereinigung gesprochen.

Gemäß der Regularien würden die abtrünnigen Rennställe offiziell ab Februar nicht mehr in der FOTA vertreten sein. Offenbar will man die Zeit nutzen, die Teams doch noch umzustimmen. Grund für den Austritt ist das sogenannte Ressourcen-Restriktionsabkommen (RRA). Mit Hilfe dieser „Kostenbremse“ soll ein weiteres Ansteigen der Budgets verhindert werden. Red Bull und Ferrari verfügen mit jeweils mehr als 300 Millionen Euro über die größten Etats der Formel 1.

„Wir haben den Austritt beschlossen, um zu sehen, wie die FOTA sich entwickelt. Wir sind nicht sicher, ob die Richtung die richtige ist“, verteidigte Red-Bull-Teamchef Horner den Austritt im Interview des Senders „ServusTV“. Die FOTA habe zwar gute Arbeit geleistet und Red Bull große Kosten gespart, aber auch Ferrari sei relativ frustriert gewesen.

Die FOTA wurde erst 2008 nach einer Einigung aller Teamchefs gegründet. Seitdem arbeitet die Teamvereinigung in allen sportlichen und wirtschaftlichen Fragen mit dem Automobil-Weltverband FIA zusammen.