Fussball

Miller nach Burn-out-Syndrom wieder auf 96-Bank

Torhüter Markus Miller sitzt nach seiner bewältigten psychischen Erkrankung bei Hannover 96 am Samstag gegen Leverkusen erstmals wieder auf der Bank.

Fußball-Torhüter Markus Miller sitzt nach seiner bewältigten psychischen Erkrankung bei Hannover 96 am Samstag gegen Bayer Leverkusen erstmals wieder auf der Bank. Hannovers Ersatzkeeper war vor gut zwei Wochen ins Training zurückgekehrt und hatte durch starke Leistungen im Regionalligateam überzeugt. „Das hat er sich aus sportlichen Gründen verdient“, sagte 96-Trainer Mirko Slomka am Donnerstag zur Nominierung Millers. Der ehemalige Karlsruher war bis Mitte November elf Wochen lang wegen mentaler Erschöpfung in stationärer Behandlung gewesen.

Gegen Bayer bang Slomka dagegen um den Einsatz von Kapitän Steven Cherundolo, der über Leistenprobleme klagte. „Man hat gesehen, dass er die Sprints nicht richtig durchziehen konnte“, sagte Slomka nach dem Training. Auch Christian Pander könnte am Samstag eine Pause bekommen. „Dass er irgendwann ausgelaugt ist, ist klar“, befand Slomka angesichts von 23 Spielen, die der Ex-Schalker in dieser Saison bereits für Hannover absolviert hätte. In der Saison zuvor hatte der verletzungsanfällige Mittelfeldspieler nur fünf Pflichtspiele für Schalke machen können.

Kein Verständnis hat der 96-Coach offenbar für Andeutungen seiner Spieler, gegen Ende der Hinrunde durch die zusätzliche Belastung in der Europa League mit den Kräften am Ende zu sein. „Jeder kann jederzeit zu mir kommen und sagen: 'Ich bin platt.' Meine Tür ist offen. Ich kann mich aber nicht hinterher hinstellen und sagen: 'Das war zuviel.' Man muss auch ein bisschen zäh sein.“