"Auszeit"

Gesperrter Ramirez – Umschulung zum Dopingfahnder?

Baseballstar Manny Ramirez ist auf Jobsuche. Wegen angehäufter Sperren muss sein Arbeitgeber in spe 206 Spiele auf ihn verzichten.

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Wer Dopingkontrolleur werden will, das sei an dieser Stelle mal erwähnt, muss Desperadotum mögen. Jobsuchenden also, denen das Arbeitsamt gemäß deren Profil („unsportlich, Pipi-Fetischist, blutrünstig“) empfiehlt, sich doch mal bei einer der einschlägigen Antidopingagenturen zu bewerben, kann das gar nicht früh genug ans Herz gelegt werden. Denn sie bekommen es mit Fällen zu tun, die kaum zu überblicken sind.

Was sich einer da auch alles merken muss: Geh nicht vor 23.00 Uhr zu deinem Delinquenten, ziehe von ihm keine 5000 Euro ein, geh nicht mit ihm sofort los ins Gefängnis. Und dann die ganzen Daten: Ja, nicht vergessen, am 4. Juni 2013 läuft die achtjährige Dopingsperre des argentinischen Tennisspielers Mariano Puerta ab! Für angehende Dopingkontrolleure: Ein Fall von Etilefrin, kommt auch gut bei Kreislaufstörungen. Wir empfehlen noch ein Gläschen Wodka dazu.

Wichtig ist auch der 29. Dezember 2025, dann darf der portugiesische Radrennfahrer Pedro Lopes nach 15 Jahren Sperre wieder in die Pedale treten. Es darf einen also nicht schrecken, dass er in seinem neuen Job Greisen nachsteigen muss.

Ein paar Spielsperren bei Ramirez aufgelaufen

Merke: Mitleid nein, Mathematik ja! Denn es gilt, die Akte des Baseballstars Manny Ramirez im Auge zu behalten. Im Laufe der Jahre sind bei ihm mit jeder Dopingdosis ein paar Spielsperren mehr aufgelaufen – dreimal erwischten sie ihn schon.

Auch Ramirez ist auf Jobsuche. Doch sobald ihm ein Klub einen Arbeitsvertrag aushändigt, muss er auch schon wieder 206 Spiele auf den guten Manny verzichten. Vielleicht sollte er zum Dopingkontrolleur umschulen. Wie es heißt, herrscht Fachkräftemangel.