Biathlon

Magdalena Neuner feiert ihren 25. Weltcup-Sieg

In Östersund hat Magdalena Neuner ihren Jubiläumsserfolg eingefahren. Die Olympiasiegerin gewann mit hauchdünnem Vorsprung vor der Norwegerin Tora Berger.

Foto: AFP

Magdalena Neuner lag noch japsend nach dem Schlusssprint im Schnee, da warf die Biathlon-Königin schon die ersten Kusshände ins Publikum. In einem Wimpernschlagfinale hatte sich die Doppel-Olympiasiegerin aus Wallgau im schwedischen Östersund den 25. Weltcupsieg ihrer Karriere gesichert.

Im Sprint über 7,5 km lag die 24-Jährige aus Wallgau in 22:01,7 Minuten nur 0,2 Sekunden vor der Norwegerin Tora Berger. Beide hatten sich jeweils einen Schießfehler geleistet. Dritte wurde die letztjährige Gesamtweltcupsiegerin Kaisa Mäkäräinen (2 Fehler) aus Finnland mit 15,2 Sekunden Rückstand auf Neuner.

Motor läuft warm

„Ich habe schon fast befürchtet, dass die Tora heute ihre Revanche bekommt von Östersund 2008, da habe ich sie auch so knapp geschlagen. Es war verdammt hart, aber es war auch schön, dass ich mich wieder verausgaben konnte“, sagte Neuner: „Gleich am ersten Weltcup-Wochenende einen Sieg zu landen, das habe ich noch nie geschafft.“ Neuner, die ins Gelbe Trikot der Führenden im Gesamtweltcup schlüpfte, geht damit auch am Sonntag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) im Verfolgungsrennen als klare Favoritin an den Start.

„Ich merke, dass der Motor wieder langsam warm läuft. Das ist ein schönes Gefühl. Im Einzel ging es noch ein bisschen schwer“, sagte Neuner, die am Donnerstag Platz drei über die 15 km belegt hatte.

Freuen durfte sich auch Frauentrainer Gerald Hönig: „Wir wussten, dass Magdalena gut trainiert hat. Läuferisch ist sie stark, dazu kommt eine Stabilität im Liegendanschlag, die heute bei den schwierigen Witterungsbedingungen schon die halbe Miete war. Eine gewisse Gelassenheit, Abgeklärtheit und die große Freude zeichnen Lena aus.“

Andrea Henkel (Großbreitenbach) leistete sich zwei Fehler, lief aber als Achte trotzdem in die Top Ten. „Im Laufen ging es heute besser, aber das Schießen war bei diesen Bedingungen schwierig“, sagte Henkel.

Hildebrand wird 18.

Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) blieb nach ihrem sechsten Platz bei ihrer Weltcup-Premiere im Einzel fehlerfrei und wurde 18. „Das ist eine gute Ausgangsposition für morgen. Ich bin froh, dass ich zweimal Null geblieben bin“, sagte Hildebrand: „Auf den Geraden hatte man beim Laufen zu kämpfen und dabei manchmal das Gefühl, dass man steht, wenn eine Windböe kam.“

Miriam Gössner (Garmisch/5 Fehler) als 22., Tina Bachmann (Schmiedeberg/4) als 27. und Sabrina Buchholz (Oberhof/5) als 70. blieben hinter den Erwartungen.