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Löw – "Freuen uns auf interessante Duelle"

Nach der EM-Auslosung waren sich alle einig, dass die Gruppe B mit der deutschen Elf "die interessanteste und auch die ausgeglichenste" der EM-Endrunde ist.

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Joachim Löw (Bundestrainer): „Ich glaube, dass es wahrscheinlich die stärkste Gruppe ist, die interessanteste und auch die ausgeglichenste. Wir können uns auf interessante Duelle freuen.“

Oliver Bierhoff (Teammanager Nationalmannschaft): „Wir müssen mit Selbstvertrauen ins Turnier gehen. Es ist natürlich schwer. Vielleicht ist es gut, dass die Euphorie ein bisschen gedrückt wird. Wir wissen, es wird ernst, von Anfang an. Wir haben eine sehr gute Qualifikation gespielt, aber ein Turnier ist etwas ganz anderes. So eine Gruppe hilft für alle im Umfeld, aber auch für die Mannschaft, um zu wissen, dass es schwierig wird.“

Paulo Bento (Trainer Portugal): „Schwerer hätte die Gruppe nicht kommen können. Wir freuen uns aber auf Spiele gegen große Gegner und werden unsere Chance suchen. Deutschland und Holland sind aber sicherlich die großen Favoriten.“

Morten Olsen (Trainer Dänemark): „Das ist eine Dynamit-Gruppe. Natürlich sind wir in absolut jeder Beziehung Außenseiter. Aber wir hoffen, dass wir die Entscheidung beim letzten Spiel gegen Deutschland selbst in der Hand haben.“

Wesley Sneijder (Mittelfeldspieler Niederlande): „Eine schwere Gruppe, nicht das erste Mal. Aber schöne Spiele.“

Bert van Marwijk (Trainer Niederlande): „Es gibt viel Respekt voreinander. Wir sind uns alle einig, dass es die schwerste Gruppe ist, das hat aber auch seine Vorteile. Ich und die Spieler sind jetzt schon konzentriert. Wir kennen uns sehr gut, haben erst vor ein paar Wochen gegeneinander gespielt. Ich denke nicht an den Top-Favoriten, ich denke nur an das erste Spiel.“

Rui Patricio (Nationaltorwart Portugal): „Das ist eine sehr komplizierte Gruppe. Aber wir müssen auf unsere Qualitäten setzen. Wir fahren ohne jede Angst zur EM. Wir sind auf Sieg programmiert. Ob ich mir eine leichtere Gruppe gewünscht hätte? Nein, aussuchen konnte man sich da nichts, alle Teams sind sehr stark.“

Mehmet Scholl (Europameister von 1996): „Das ist eine Hammergruppe, aber mir ist nicht bange. Natürlich kommt es in einer solchen Gruppe immer auch darauf an, wie man startet. Portugal lebt natürlich von Cristiano Ronaldo, aber da werden wir Gegenmittel haben.“

Stefan Kuntz (Europameister 1996): „Auf den ersten Blick eine schwere Gruppe, aber mit der richtigen Einstellung sind alle Mannschaften zu schlagen. Portugal ist in den letzten Jahren die Turnierklasse schuldig geblieben, Dänemark ist schlagbar und den Klassiker gegen Holland hatten wir ja erst bestanden.“

Stefan Reuter (Weltmeister 1990, Europameister 1996): „Die deutsche Mannschaft hat das Zeug zum Titel. Da muss sie auch in der Lage sein, diese starke Gruppe zu überstehen. Das werden super interessante und spannende Spiele. Wir dürfen die Holländer nicht messen an unserem 3:0-Sieg von Hamburg. Da fehlten bei den Holländern zu viele Stammspieler.“

Thomas Helmer (Sport1-Experte und Europameister 1996): „Ich sehe sehr gute Chancen für uns. Aber das hätte ich wahrscheinlich bei jeder Gruppe gesagt, weil wir eine sehr gute Mannschaft haben. Es ist besser, volle Pulle anzufangen. So kommt man besser in das Turnier. Die Gruppe A mit Polen, Griechenland und Tschechien wäre nichts für uns gewesen.“

Jens Lehmann (Ex-Nationaltorwart und Sky-Experte): „Früher brauchten wir Losglück, heute nicht mehr. Es ist eine sportlich anspruchsvolle Gruppe. Alle Mannschaften haben eine gute Qualität. Die Portugiesen und die Holländer kennen wir. Die Unbekannten sind die Dänen. Aber ich glaube, dass wir da durch gehen.“

Vicente del Bosque (Trainer Spanien): „Wir haben in unserer Gruppe in Italien eine Mannschaft mit großem Prestige. Aber auch die anderen sind nicht zu unterschätzen, haben sich in den Play-offs durchgesetzt. Gruppe B scheint die schwerste zu sein, es wird eine sportlich sehr gute Europameisterschaft.“

Cesare Prandelli (Trainer Italien): „Ich wollte eigentlich ein Duell mit Trapattoni vermeiden. Spanien ist natürlich sehr stark. Wir müssen im ersten Spiel gleich voll da sein.“

Giovanni Trapattoni (Trainer Irland): „Wir müssen die gleiche Mentalität zeigen, die uns auch zuletzt ausgezeichnet hat. Ich bin zuversichtlich. Ich kenne natürlich Italien besser, aber jedes Spiel ist anders. Spanien ist fast übermächtig, aber wir denken im Augenblick nur an unsere Stärken. Wichtig ist, dass wir mit einem kompletten Kader ohne Verletzte antreten können.“

Slaven Bilic (Trainer Kroatien): „Es gibt keine einfachen Gegner, das sind die besten 16 Mannschaften Europas. Wir haben das Privileg, gegen den Weltmeister und den Ex-Weltmeister zu spielen. Spanien ist Favorit, aber Trapattoni ist ein Genie und ein Top-Mann. Ich freue mich darauf, gegen ihn zu spielen.“