Rangliste

Tiger Woods ist der globale Großverdiener des Sports

Nie zuvor gab es so viele Millionäre im Sport. Weltweit ist Golfstar Tiger Woods trotz seiner Eskapaden die Nummer eins, in Deutschland führt Michael Schumacher.

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Nach Sexaffären, Scheidung und Imageschaden liegt Tiger Woods als Nummer 52 der Golf-Weltrangliste auch sportlich am Boden. Doch seit einem Jahrzehnt ist der erste Sport-Milliardär der Welt mit derzeit 56 Millionen Euro Gesamteinnahmen per annum der Top-Verdiener des Weltsports.

Wie der 35-jährige Woods auf den Grüns weltweit, so ist auch Michael Schumacher in der Formel 1 seit zwei Jahren sieglos – und dank langfristiger Werbeverträge noch immer Einnahme-Krösus im deutschen Sport.

Und dies trotz eines Sebastian Vettel , dessen Gesamtverdienst nach dem zweiten WM-Titel in Folge bei rund 16,0 Millionen liegt. Vorläufig ist der Heppenheimer hinter Spaniens Ex-Weltmeister Fernando Alonso (30,5), Schumacher (25) und dem Briten Lewis Hamilton (20) noch die Nummer vier der Formel-1-Branche.

Und im deutschen Sport toppt ihn neben „Schumi“ keiner: Vettel liegt aber nur deshalb vor Basketballer Dirk Nowitzki , weil der Star der Dallas Mavericks durch den Spielerstreik in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA nur auf 15 Millionen Jahressalär kommt (Vorjahr 18).

Dahinter folgen der auf 14 Millionen verbesserte Formel-1-Kollege Nico Rosberg sowie Martin Kaymer (10,5), der trotz seines zwischenzeitlichen Aufstiegs zur Nummer eins der Golf-Welt weniger Siegprämien einfuhr als 2010 (12).

Die Geld-Statistik scheint nicht nur zu beweisen, dass die Reichen – wie im ganz normalen Leben – immer reicher werden, sondern auch, dass die Frauen für die gleiche Arbeit nicht den gleichen Lohn erhalten: Maria Scharapowa (Russland), Nummer vier der Tennis-Welt, folgt mehr als drei Dutzend Männern in der Geldrangliste als erstes weibliches Wesen (18,5).


Von Branchenkollegen gejagt

Wie in Deutschland im Falle Schumacher/Vettel, so wird auch international Woods von einem Branchenkollegen gejagt. Nummer zwei unter den Großverdienern des Weltsports ist Phil Mickelson (ebenfalls USA/46), Zehnter der Weltrangliste.

Dagegen gehört der Engländer Luke Donald, der als aktuelle Nummer eins der Golfwelt auf der US- und Europa-Tour über 10 Millionen Dollar abstaubte, nicht zu den Top 50.

Mit 45 Millionen folgt hinter Mickelson schon Box-Weltmeister Floyd Mayweather (USA/Weltergewicht), der rund das vierfache der Klitschko-Brüder Wladimir (11) und Witali (10) verdient, vor dem Schweizer Tennis-Heros Roger Federer (36).

Bestverdienender Fußballer ist mit 35 Millionen an Position fünf der Portugiese Cristiano Ronaldo noch vor Argentiniens Lionel Messi (31). Die Nummer eins im Basketball ist LeBron James, Star der Miami Heat (27,5). Als bestverdienender Formel-1-Pilot liegt Fernando Alonso nicht weit vor Motorrad-Star Valentino Rossi, der ebenfalls keinen aktuellen Titel besitzt. Der Italiener kassiert damit rund das 40-fache des deutschen Moto2-Weltmeisters Stefan Bradl (0,6).

Ehrhoff verdient fast so viel wie die Bayern-Stars

Marktführererin im Biathlon ist Magdalena Neuner (1,8). Christian Ehrhoff von den Vancouver Canucks (7,5) kassiert als der am zweitbesten verdienende Eishockey-Spieler ähnlich viel wie die hochdotierten Fußballstars des FC Bayern: Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm stehen mit rund acht Millionen in der Liste.

Diesen steht ein Mann nicht viel nach, dessen Branche wenige als wirklichen Sport ansehen. Pius Heinz (Bonn) erpokerte in Las Vegas rund 6,5 Millionen Euro. Da könnten Weltstars in olympischen Sportarten wie der zweimalige Diskus-Weltmeister Robert Harting (400.000) vor Neid erblassen.