Trainersuche

HSV will Fink aus dem Vertrag mit Basel rauskaufen

HSV-Sportdirektor Arnesen ist sich mit Basels Trainer über die Modalitäten angeblich schon einig. Fink schwärmt schon vom HSV. Doch es gibt Probleme.

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Thorsten Fink soll neuer Trainer beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV werden. Das berichtet die "Bild"-Zeitung am Dienstag. Demnach seien sich HSV-Sportdirektor Frank Arnesen und der frühere Bayern-Profi bereits über die Modalitäten einig. Demnach soll der 43-jährige Fink in Hamburg einen Vertrag bis 2014 erhalten.

Er steht allerdings noch bis 2013 als Trainer beim Schweizer Champions-League-Teilnehmer FC Basel unter Vertrag und müsse nun mit dem Verein wegen einer vorzeitigen Freigabe verhandeln. Das könne sich bis zum Winter hinziehen, heißt es.

Fink bestätigte Gespräche mit den Norddeutschen. „Ich habe keinen Vertrag mit dem HSV abgeschlossen. Ich habe keinen Handschlag gegeben. Aber: Mein Berater steht in Gesprächen mit dem Hamburger SV. Das kann und will ich auch nicht leugnen“, sagte Fink im Interview mit Sport1: „Ich würde später als Lügner dastehen, wenn ich sagen würde, der HSV wäre keine Top-Adresse für mich als Trainer.“ Es wäre jetzt aber "total unfair gegenüber dem FC Basel, bei dem ich mich sehr wohl fühle, zu sagen: ‚Ich will jetzt sofort zum HSV. Da muss ich unbedingt und mit aller Gewalt sofort hin‘", sagte Fink. "Wir spielen schließlich aktuell in der Champions League."

Vorerst übernimmt Frank Arnesen selbst den Posten des Cheftrainers beim HSV . Der Däne wird die Trainingseinheiten leiten und auch am Sonntag beim Spiel in Freiburg auf der Bank sitzen. Seine Assistenten sind Rodolfo Esteban Cardoso und Co-Trainer Frank Heinemann.

„Ich werde so lange Trainer sein, bis wir die beste Lösung gefunden haben“, erklärte der Däne. Er wolle mit diesem Schritt den Zeitdruck aus der Trainersuche nehmen, betonte Arnesen: „Das kann auch bis zur Winterpause sein.“

Nach der Entlassung von Michael Oenning hatte zunächst Cardoso als Interimstrainer fungiert und den ersten Saisonsieg der Hanseaten gefeiert. Aufgrund der Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL) darf Cardoso aber ohne Fußballlehrer-Lizenz nicht länger als 15 Tage als Cheftrainer arbeiten . Diese Frist war am Montag abgelaufen.