Schwimmen

Marco Koch mit drei Weltcupsiegen in Dubai

Die WM auf der Langbahn hatte er noch verpasst, nun will Marco Koch sich auf der Kurzbahn zeigen, was er kann. Beim Weltcup-Auftakt siegte er dreimal.

Schwimmer Marco Koch hat einen glänzenden Start in die Weltcup-Saison auf der Kurzbahn erwischt. Der Darmstädter, der sich nicht für die Langbahn-WM in Shanghai hatte qualifizieren können, gewann am Wochenende in Dubai gleich in drei Wettbewerben. Der 21-Jährige siegte über 50, 100 und 200 Meter Brust. Eine kleine Überraschung war sein dritter Rang über 400 Meter Lagen.

„Vor allem Marco hat sich mit Leistungen präsentiert, die er im Vorjahr erst zum Ende der Saison zeigen konnte, das lässt für die weiteren Wettkämpfe hoffen“, sagte Bundestrainer Dirk Lange. Koch ist der einzige Sportler des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), der an allen sieben Weltcup-Stationen auf der 25-Meter-Bahn teilnimmt. Paul Biedermann wird am kommenden Wochenende in Stockholm in den Weltcup eingreifen. Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen beschränkt sich auf einen Heim-Auftritt am 22./23. Oktober in Berlin.

Kurzbahn-Europameister Koch siegte beim Auftaktmeeting in starken 2:04,97 Minuten über seine Spezialstrecke 200 Meter Brust. Dabei schrammte er nur um 65/100 Sekunden an seinem deutschen Schwimm-Rekord aus der Hightech-Anzugsphase vorbei. Rund 90 Minuten zuvor hatte der 21-Jährige die 50 Meter Brust in 27,51 Sekunden für sich entschieden. Über die 100 Meter Brust war er tags darauf in 59,07 Sekunden nicht zu schlagen.

Kurzbahn-Europameisterin Dorothea Brandt (Berlin) belegte zwei vierte Plätze über 50 Meter Brust (31,60 Sekunden) und 50 Meter Freistil (24,88). Die 100 Meter Brust legte sie in 1:08,41 Minuten zurück und wurde damit Fünfte. Hendrik Feldwehr (Essen) konnte wegen einer Magen-Darm-Grippe erst gar nicht an den Persischen Golf reisen. Caroline Ruhnau (Essen) schlug über 200 Meter Brust (2:29,09 Minuten) als Vierte an.

In starker Frühform präsentierte sich Staffel-Weltmeisterin Ranomi Kromowidjojo bei ihrem Sieg über 100 Meter Freistil. In 52,88 Sekunden lag sie vor ihrer niederländischen Staffelkollegin Marleen Veldhuis (53,97), die die 50 Meter in 24,14 für sich entschied. Die Gesamtführung im Weltcup übernahmen nach dem ersten Meeting Darina Sawina (Ukraine) als Siegerin über 200 Meter Rücken (2:02,94) und Chad Le Clos. Der Südafrikaner siegte in Dubai gleich sechsmal. Er ließ über 200 Meter Rücken (1:55,95), 100 (50,66) und 200 Meter Schmetterling (1:52,55) sowie 100 (53,58), 200 (1:55,14) und 400 Meter Lagen (4:04,58) die Konkurrenz hinter sich.