Formel 1

Warum Sutil im Cockpit-Poker auf einen Inder setzt

Force Indias Team-Besitzer Mallya hat mehrfach betont, erst nach der Saison über die Fahrerverträge für 2012 verhandeln zu wollen.

Adrian Sutil setzt im Poker um einen neuen Formel-1-Vertrag bei Force India sein Vertrauen in Teamchef Vijay Mallya. „Ich denke, wir werden auf beiden Seiten fair sein und es nicht bis zum letzten Zeitpunkt offen lassen. Deswegen mache ich mir nicht großartig Sorgen“, sagte der Gräfelfinger vor dem Großen Preis von Japan am Sonntag. Der indische Team-Besitzer Mallya hatte mehrfach betont, erst nach der Saison über die Fahrerverträge für 2012 verhandeln zu wollen. Dennoch meinte Sutil: „Ich habe schon ein gutes Gefühl.“

Der 28-Jährige fährt seine vierte Saison für den Rennstall und ist fünf Rennen vor Saisonende WM-Elfter. „Ich fühle mich hier sehr wohl, bin in der Formel 1 aufgewachsen mit diesem Team“, erklärte der Hobby-Pianist. Allerdings kennt Sutil auch die Gesetze des PS-Geschäfts. „Wenn man nicht mehr rein passt oder ein anderer gerade besser rein passt in ein Team, dann muss man Platz machen. Aber das liegt nicht in meinen Händen“, sagte Sutil.

Die Situation auf dem Fahrermarkt lässt ihm kaum Optionen. „Im Moment gibt es keine Gespräche mit anderen Teams. Es sind eigentlich keine Plätze frei“, sagte Sutil und verwies damit auch Gerüchte über einen Wechsel zu Williams ins Reich der Spekulationen. „Manchmal muss man Geduld haben und warten“, sagte der Rennfahrer.

Für Unruhe bei Sutils Team sorgte am Freitag das Gerücht über angebliche Verkaufspläne von Mallya. „Das ist komplett unwahr und ohne jegliche Grundlage“, teilte der indische Geschäftsmann umgehend via Presseerklärung mit. Er sei „schockiert“ über die Spekulationen. Da Indien in drei Wochen erstmals Gastgeber eines Formel-1-Rennens ist, werde seine Verbindung zu Force India sogar noch stärker, beteuerte Mallya. „Ich werde das Team als Teamchef weiter führen und habe keine Pläne, auszusteigen“, fügte er hinzu.