EM-Play-off

Debakel für die Türkei – Portugal muss zittern

Kroatien hat das EM-Ticket nach dem klaren Sieg in der Türkei fast sicher. Auch Tschechien und vor allem Irland haben nach den Play-off-Hinspielen gute Chancen.

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Riesenblamage für die Türkei, große EM-Chancen für Tschechien, Portugal und Irland: Die EM 2012 in Polen und der Ukraine wird jedoch höchstwahrscheinlich ohne die Türkei stattfinden. Die Mannschaft von Trainer Guus Hiddink musste im Heimspiel der Play-offs gegen Kroatien eine deutliche 0:3 (0:2)-Niederlage hinnehmen. Eine gute Ausgangsposition für die Rückspiele am kommenden Dienstag (15. November) verschafften sich Portugal mit dem 0:0 in Bosnien Herzegowina, Tschechien mit dem 2:0 (0:0) gegen Außenseiter Montenegro und Irland mit dem 4:0 (1:0) in Estland.

Die Bundesliga-Profis Ivica Olic von Bayern München und Mario Mandzukic vom VfL Wolfsburg haben Kroatien die Tür zur EM weit geöffnet. Die beiden Stürmer legten mit ihren Treffern den Grundstein zum Sieg. Olic hatte die Gäste schon in der 2. Minute in Führung geschossen, bevor Mandzukic (32.) traf und Vedran Corluka (51.) für die Vorentscheidung sorgte. In einem emotional geführten Spiel hatte Schiedsrichter Felix Brych aus München Schwerstarbeit zu leisten.

In Zenica begannen die Portugiesen in einem wenig hochklassigen, aber kampfbetonten Spiel stärker und ließen den Bosniern nur wenig Raum zum Kombinieren. Große Torchance vermochten sich beide Mannschaften nicht zu erspielen, weil sich die Abwehrreihen gut organisiert präsentierten und kaum Lücken ließen.

Vaclav Pilar erzielte für die Tschechen den Treffer zum 1:0 in der 63. Minute, ehe Tomas Sivok in der zweiten Minute der Nachspielzeit für den Endstand sorgte. Im Team der Tschechen standen in Michal Kadlec von Bayer Leverkusen und Tomas Pekhart vom 1. FC Nürnberg zwei Bundesliga-Profis in der Startformation.

In Estland hatte Keith Andrews den Favoriten Irland vor 9.500 Zuschauern bereits in der 13. Minute in Führung gebracht. Nachdem die Hausherren ab der 35. Minute nach einer Gelb-Roten Karten gegen Andrej Stepanow in Unterzahl spielten, hatten die die Mannschaft von Trainer Giovanni Trapattoni leichtes Spiel. Jon Walters (67.) und Kapitän Robbie Keane (71. und 88., Foulelfmeter) machten dann den Sieg für die Iren endgültig klar. Bei den Gastgebern flog anschließend auch noch Raio Piiroja in der 70. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.