Fussball

Millionengewinn für Werder Bremen

Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat im siebten Jahr nacheinander ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet. Bei einem Umsatz von 119,9 Millionen Euro wird in der Bilanz für das Geschäftsjahr 2010/11 ein Gewinn von 8,2 Millionen Euro ausgewiesen

Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat im siebten Jahr nacheinander ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet. Bei einem Umsatz von 119,9 Millionen Euro wird in der Bilanz für das Geschäftsjahr 2010/11 ein Gewinn von 8,2 Millionen Euro ausgewiesen. Es ist der zweithöchste Gewinn in der Werder-Geschichte, hieß es am Montagabend auf der Mitgliederversammlung in Bremen. „Wir sind uns aber bewusst, dass diese positiven Zahlen vor allem durch die Einnahmen aus der Champions League getragen werden“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Klaus Allofs.

Nach einer sportlich schwachen Saison müssen die Grün-Weißen in diesem Jahr auf Einnahmen aus dem nationalen und internationalen Pokal verzichten. Allofs betonte deshalb: „Es ist unser Verständnis seriöser Arbeit, schon jetzt darauf hinzuweisen, dass im kommenden Jahr solche Zahlen nicht möglich sein werden. Ein Jahr ohne Champions League kann derzeit nicht alleine mit dem Kerngeschäft Bundesliga aufgefangen werden.“

Rund 25 Millionen Euro konnten die Bremer im vergangenen Jahr in der Fußball-Königsklasse erlösen, obwohl der Wettbewerb für die Mannschaft von Thomas Schaaf schon nach der Vorrunde beendet war. Schulden und rote Zahlen befürchten die hanseatisch wirtschaftenden Kaufleute von Werder Bremen dennoch nicht. „Dank unserer kontinuierlichen, soliden Haushaltsführung über Jahre hinweg können wir eine solche Phase mit eigenen Rücklagen ausgleichen“, erklärte Allofs.

Kerngesund präsentierte sich den Mitgliedern auch der Gesamtverein unter Präsident Klaus-Dieter Fischer, der einstimmig für weitere vier Jahre wiedergewählt wurde. Es ist seine dritte Amtszeit. Bei einem Umsatz von 3,5 Millionen Euro wurde ein Überschuss von 114.000 Euro ausgewiesen. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 12,6 Millionen Euro. Besonders stolz aber zeigte sich Fischer, dass trotz des desolaten Abschneidens der Bundesliga-Fußballer die Zahl der Mitglieder auf 40.400 erhöht werden konnte. „Dem Verein geht es in allen Belangen hervorragend“, erklärte Fischer.