Phase im Herbst 2009

HSV-Stürmer Paolo Guerrero – "Ich war depressiv"

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Foto: dpa / dpa/DPA

Paolo Guerrero hat offen über seine Probleme gesprochen. Der oft außer Gefecht gesetzte HSV-Stürmer berichtet, dass ihm Verletzungen arg zugesetzt hätten.

In einem Interview im peruanischen Fernsehen hat Stürmer Paolo Guerrero von einer depressiven Phase im Herbst 2009 berichtet. Das meldet die "Bild"-Zeitung. Der südamerikanische Torjäger war seinerzeit wegen eines Kreuzbandrisses monatelang außer Gefecht.

"Ich war frustriert und depressiv", sagte der 27-Jährige, der sich nach einer Therapie aber wieder vollständig hergestellt fühlt: "Ich habe gelernt, mich besser kennenzulernen und mein Gleichgewicht zu finden."

Der Torjäger, seit 2006 bei den Hanseaten unter Vertrag, hatte sich in der Vergangenheit mehrfach durch emotionale Ausraster in Misskredit gebracht. Trauriger Höhepunkt war der Wurf einer Trinkflasche nach einem Fan, für den Guerrero insgesamt 180.000 Euro Geldstrafe bezahlen musste.

Vor dem Spiel bei Bayer Leverkusen am Samstag (18.30 Uhr) hat der Hamburger SV Abwehrprobleme. Wegen eines Muskelfaserrisses im Adduktorenbereich steht Innenverteidiger Jeffrey Bruma dem Fußball-Bundesligisten in den nächsten zwei bis drei Wochen nicht zur Verfügung. Das teilte Trainer Thorsten Fink am Donnerstag mit. In Slobodan Rajkovic, der für drei Bundesligaspiele gesperrt worden ist, fehlt ein weiterer Innenverteidiger.

"So langsam gehen uns die Verteidiger aus. Michael Mancienne und Heiko Westermann müssen sich jetzt beweisen. Aber mehr darf nicht passieren", sagte Fink. Bruma fällt damit auch für das Länderspiel seiner niederländischen Mannschaft am 15. November in Hamburg gegen Deutschland aus.

Ob der HSV im Winter, wie von Sportdirektor Frank Arnesen in Aussicht gestellt, den Kader nachbessern wird, ließ Fink offen: "Wir wollen jetzt noch nicht über Verstärkungen nachdenken. Es können sich alle Spieler empfehlen, so dass wir keine Neuen mehr holen müssen." Besonders Mancienne könne seine Chance in der Innenverteidigung nutzen: "Das ist wie beim Golf, wenn der Schläger in der Tasche steckt, wird er auch nicht besser."

Trotz des personellen Engpasses fahre man nicht nach Leverkusen, "um nur einen Punkt zu holen", kündigte Fink an. Neben dem gesetzten Paolo Guerrero streiten sich im Sturm erneut Son Heung-Min und Marcus Berg (nach überstandener Grippe) um einen Platz in der Startformation.

( sid/pk )