"Auszeit"

Silikonbusen im Schwimmbecken kommen schlecht an

Hightech-Schwimmanzüge sind inzwischen wieder verboten. Nun kosten Brustvergrößerungen die Synchronschwimmerinnen Bia und Branca Feres den Olympia-Start.

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Was waren das für selige Zeiten, als es noch Hightech-Schwimmanzüge im Profisport gab. Es purzelten die Weltrekorde, im Jahr 2008 allein 133. Verwundert rieben wir uns die Augen, verzückt nahmen wir jede Fabelzeit zur Kenntnis. Dieses Teufelszeug aus Polyurethan, mit Ultraschall verschweißt, konzipiert nach Erkenntnissen der Nasa und erstmals heimlich getestet von Darth Vader, war die helle Freude für alle Erfolgshungrigen. Anzug bedeutete Auftrieb und damit Antrieb in neue Sphären.

Nun wurde das ja alles verboten, der alte Badenzug musste wieder hervor gekramt und das Seepferdchen-Schwimmabzeichen abgetrennt werden. Auftrieb liefert jetzt allenfalls nur noch eine fiese Flatulenz nach Verzehr eines mexikanischen Bohneneintopfes. Und vielleicht noch der Schönheitschirurg.

Wettbewerbshüter befassen sich hinter den Kulissen bereits mit dem rechtswidrigen Einsatz von Silikon-Implantaten. Wer seine Brüste aufmotzen lässt, der muss vorsichtig sein. Es geht das Gerücht um, dass Disqualifikation droht.

Bia und Branca Feres sind jedenfalls auf Nummer sicher gegangen. Die beiden brasilianischen Blondinen sind wunderschön, wirklich wahr, sie waren aber nicht zufrieden mit ihrer Körbchengröße. Also ließen sie sich die Brüste vergrößern, was in ihrem Fall hieß: Wer B will, muss auch A sagen.

Denn die beiden sind Synchronschwimmerinnen, und so war es um den Start bei Olympia 2012 geschehen. Den beiden Beautys war die Sache zu heikel. Das Neue an ihnen ist zwar prächtig, aber Airbags im Becken, glauben Bia und Branca, kommen bei den Wertungsrichtern nicht gut an. Sie planen deswegen nun eine Karriere als Models.