Fussball

Kind fordert drastische Strafen für Krawallmacher

Hannovers Clubchef Martin Kind fühlt sich von der Deutschen Fußball-Liga im Kampf gegen Fan-Gewalt alleingelassen.

Hannovers Clubchef Martin Kind fühlt sich von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) im Kampf gegen Fan-Gewalt alleingelassen. Er forderte die DFL vor der geplanten Tagung am 14. November zum Handeln auf. „Da muss die DFL jetzt mal die Meinungsführerschaft übernehmen und uns nicht immer im Regen stehen lassen und uns mit Strafen belegen“, erklärte der 96-Chef am Sonntag im TV-Sender Sport1

„Wir zahlen immer nur, aber haben keine Unterstützung. Hier müssen klarere Spielregeln definiert werden und die müssen konsequent umgesetzt werden“, fügte der Unternehmer hinzu. Er kündigte erneut an, höhere Eintrittspreise von den Ultras in der Nordkurve zu verlangen. Zudem sollte über eine Entzerrung der Fan-Blöcke in den Stadien nachgedacht werden. „Wir müssen auch die Einlass-Kontrollen deutlich verschärfen. Das ist lästig für die Zuschauer, aber es gibt keine Alternative“, sagte Kind.

Hauptproblem sei derzeit die Ultra-Szene, die sich auch wegen der Pyrotechnik-Problematik so aggressiv entwickelt habe. „Die Ultras müssen die Spielregeln beachten, ansonsten sollen sie das Stadion gar nicht erst besuchen“, erklärte Kind. „Es bestehen klare Regeln und Verbote. Die sind zu beachten und da kann es keine Diskussion geben“. Er verwies auf die Gefahren, die von den Feuerwerkskörpern ausgingen: „Die sind deutlich, auch wenn die Ultras das immer bagatellisieren.“