Sportwetten

DOSB erwartet Beteiligung an Wetteinnahmen

Der Deutsche Olympische Sportbund erwartet nach der Einigung auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag eine finanzielle Beteiligung an den Einnahmen

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erwartet nach der Einigung auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag eine finanzielle Beteiligung an den Einnahmen. „Wir haben im Vorfeld stets unseren mit DFB, DFL und Sporthilfe abgestimmten Anspruch formuliert, dass der Sport – ohne den es keine Sportwetten gäbe – einen angemessenen Anteil an den Erträgen der Konzessionsabgaben für seine gemeinnützige Arbeit erhält“, erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper am Freitag. Die Wettanbieter sollen 5 Prozent Steuer auf den Umsatz zahlen.

Vesper begrüße die Öffnung des Marktes auch für private Anbieter von Sportwetten. „Nur so besteht die Möglichkeit, über 95 Prozent des deutschen Marktes, der derzeit illegal ist und keinerlei Steuern und Abgaben zahlt, in die Legalität zu kanalisieren“, sagte er. Zugleich sei mit der geplanten Neuordnung gesichert, dass „unser Partner Lotto über eine gesicherte Grundlage für die Lotterien einschließlich der Glücksspirale“ verfüge.

Mit Ausnahme von Schleswig-Holstein, das ein eigenes Glücksspielgesetz hat, hatten sich die Bundesländer am Donnerstag auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag geeinigt. Danach sollen 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter vergeben werden. „Damit erhält auch die staatliche Oddset-Wette neue Chancen in einem fairen Wettbewerb mit gleichen Pflichten und Rechten“, sagte Vesper.