Fussball

Streit um Bierwerbung entfacht

Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist eine heftige Diskussion darüber entbrannt, ob der größte deutsche Sportverband Werbung für Alkohol machen darf.

Hintergrund des Streits ist die geplante Verlängerung des Vertrages mit der Brauerei Bitburger, die seit 1998 als Sponsor der Nationalmannschaft auftritt.

Nach einem Bericht der „Sport Bild“ hat DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach alle Vorkehrungen dafür getroffen, den nach der EM 2012 auslaufenden Kontrakt zu verlängern. Allerdings will DFB-Präsident Theo Zwanziger den Deal noch nicht absegnen, weil er einen Interessenkonflikt mit der Aktion „Alkoholfrei Sport genießen“ des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sieht, an der auch der DFB mitwirkt.

Zwanziger will zunächst überdenken, „ob die aktive Unterstützung der BZgA einerseits und eine gleichzeitige Werbung des Verbandes für eine Brauerei andererseits glaubwürdig sind“. Bitburger zahlt dem Verband pro Jahr rund zwei Millionen Euro. Auch viele Bundesligisten haben lukrative Verträge mit Brauereien und sind daher von der Diskussion betroffen.

„Drei Dinge gehören zusammen: Fußball, Bratwurst und Bier“, sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, der „Sport Bild“. Unterstützung erhält Zwanziger vom beim DFB für den Jugendfußball zuständigen Vizepräsidenten Hans-Dieter Drewitz, „schließlich darf sich der DFB als gemeinnütziger Verband nicht ausschließlich an wirtschaftlichen Dingen orientieren.“