Nach Europa-Aus

Eisbären hoffen auf Masters Trophy

Das Abenteuer Europa ist für die Eisbären Berlin vorbei – vorerst. Zwar schied der deutsche Meister aufgrund des schlechteren Torverhältnisses aus der European Trophy aus, doch im Januar lockt in St. Petersburg die Masters Trophy.

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Der Ärger über das war bei den Eisbären groß. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses scheiterte der Titelverteidiger punktgleich mit dem schwedischen Ex-Meister HC Linköping als schwächster Gruppenzweiter bereits nach der Vorrunde. „Ich hätte schon ganz gerne noch einmal in Salzburg das Finalturnier gespielt“, sagte ein enttäuschter André Rankel nach dem Sieg beim HC Bili Tygri Liberec. In der Endabrechnung rächte sich der verpatzte Start in das internationale Sommerturnier mit 24 Mannschaften.

Drei Niederlagen in Folge, darunter zwei deutliche Pleiten mit 0:6 und 0:5 gegen Göteborg sowie Salzburg, hatten den Berliner DEL-Club gleich zu Beginn in eine missliche Lage gebracht. „Danach wurde es aber von Spiel zu Spiel besser und wir hatten alle Chancen auf den Finaleinzug“, verwies Rankel dennoch auf positive Aspekte. „Als Achter in der Gesamtabrechnung haben wir erneut bewiesen, dass wir auf diesem hohen internationalen Niveau mithalten können, auch wenn wir nicht den Titel verteidigen können.“

Die nächste Chance, sich international zu messen, könnte sich den Eisbären bereits in dieser Saison bieten. Den Berlinern liegt einen Einladung zur neu ins Leben gerufenen „Masters Trophy“ im Januar vor. In St. Petersburg messen dabei die Meister der sechs führenden europäischen Verbände ihre Kräfte. Besonders reizvoll ist neben dem Preisgeld von rund 800.000 Euro auch der Vergleich mit der russischen Liga KHL, die Meister Salavat Ufa entsenden würde.

Das Problem ist jedoch, dass dieses Turnier vom Weltverband IIHF organisiert wird, gegen den die Eisbären derzeit auf Schadenersatz für die ausgefallene Champions-League-Saison 2010 klagen. „Die Teilnahme der Eisbären hängt deshalb ein bisschen von der politischen Entwicklung zwischen DEL und IIHF ab“, erklärt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. „Wir als Liga haben aber generell nichts dagegen einzuwenden, da Berlin am betreffenden Wochenende lediglich ein Heimspiel verlegen müsste.“