Handball

Brand fordert Platz unter den besten Fünf

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Trotz des elften WM-Platzes hat die deutsche Nationalmannschaft nach Ansicht von Ex-Bundestrainer Heiner Brand weiterhin Tuchfühlung zur Weltspitze.

Trotz des enttäuschenden elften Platzes bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Januar hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft nach Ansicht von Ex-Bundestrainer Heiner Brand weiterhin Tuchfühlung zur Weltspitze. „Wir sind sicherlich nicht die Top-Nation. Aber auch nicht zu weit weg von den Top-Nationen“, sagte der 59-Jährige der „Sport Bild“ und gab seinem Nachfolger Martin Heuberger eine klare Vorgabe mit auf den Weg: „Aufgrund der Größe unseres Verbandes muss es unser Ziel sein, immer unter den ersten Fünf zu sein.“

Heuberger hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) im vergangenen Juli übernommen. Brand arbeitet seitdem als Manager beim DHB und kündigte an, sich in seiner neuen Funktion nicht in die sportlichen Belange des Nationalteams einmischen zu wollen. „Ich werde unter allen Umständen vermeiden, mich zu nah an der Nationalmannschaft zu bewegen. Wenn ich in der Halle bin, werde ich irgendwo auf der Tribüne sitzen“, sagte Brand.

Dass er eines Tages möglicherweise auf die Trainerbank eines Verbandes oder Vereins zurückkehren werde, wollte Brand nicht ausschließen. „Zu hundert Prozent sollte man nie etwas ausschließen. Nach jetzigem Stand habe ich mich aber gedanklich vom Trainerjob entfernt“, sagte Brand, dessen Nachfolger Heuberger den deutschen Nachwuchs im vergangenen Juli in seiner letzten Amtshandlung als Juniorencoach zum WM-Titel geführt hatte.

Folgerichtig will Brand Kritik an der Talentförderung des DHB nicht gelten lassen. „Wir werden es nicht nötig haben, Dinge komplett von anderen zu übernehmen. Die Diskussion nach der WM war ja idiotisch, als es hieß, man müsse jetzt alles wie die Franzosen machen“, sagte Brand: „Sicher kann man sich immer Details abschauen, aber unser Nachwuchssystem ist vorbildhaft für viele andere Nationen und kann so schlecht nicht sein.“

( dapd/gm )