Nach Krawallen

BFC Dynamo und Polizei arbeiten an der Sicherheit

Nach den schweren Krawallen im Anschluss an das DFB-Pokal-Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern hat der Berliner Fußball-Oberligist BFC Dynamo eine Sicherheitspartnerschaft mit der Berliner Polizei geschlossen.

Nach den heftigen Hooligan-Ausschreitungen im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern ist zwischen dem Berliner Oberligisten BFC Dynamo und der Polizei eine Sicherheitspartnerschaft vereinbart worden. Wie der BFC Dynamo mitteilte, nahmen an den Gesprächen am 12. August auch Repräsentanten des Nordostdeutschen Fußballverbandes sowie des Betreibers des Sportforums Hohenschönhausen teil und besprachen die Richtlinie der Zusammenarbeit während der kommenden Saison.

Schwerpunkte waren die Verbesserung der Zusammenarbeit und des Informationsaustauschs zwischen Verein und Sicherheitsbehörden. Unter Federführung der für das Sportforum Berlin zuständigen Senatsverwaltung für Inneres und Sport soll bis Ende September die erste Sitzung der gemeinsamen Sicherheitspartnerschaft stattfinden. Ziel der Partnerschaft ist es, auf der Basis eines gemeinsamen Sicherheitskonzepts den Gefahrenlagen deeskalierend entgegen zu wirken und eine Sicherheit in den Stadien sowie um die Spielorte zu gewährleisten.

Bei der Erstürmung des Lauterer Fanblocks durch BFC-Hooligans nach dem Spiel am 30. Juli im Berliner Jahn-Sportpark waren 18 Polizisten verletzt und 50 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sein Urteil zu den Krawallen noch nicht gefällt. Es könnte sein, dass er den BFC wegen der wiederholten Ausfälle der Anhänger aus dem DFB-Pokal ausschließt.

Unterdessen gab es Sonntag im Umfeld des Spiels der Regionalliga Nord zwischen dem Berliner AK und dem Halleschen FC Auseinandersetzungen. Bei der Anreise der Gästefans kam es laut Polizeibericht im Hauptbahnhof zu Faustschlägen und Fußtritten gegen Beamte. Dabei wurden drei Polizisten leicht verletzt.

Die Partie im Poststadion in der Lehrter Straße verlief dann ohne Störungen, der BAK verlor 0:1. Nach Abpfiff wurden die Gästefans zurück zum Bahnhof geleitet. Erneut kam es zu Rangeleien. Insgesamt wurden sechs Personen festgenommen und zehn Ermittlungsverfahren eingeleitet. Unter anderem wegen Körperverletzung und Beleidigung.