Hochspringer Raul Spank

Die Rote-Socken-Posse im deutschen WM-Team

Der eigenwillige Hochspringer Raul Spank kann bei der Leichtathletik-WM seinen Aberglauben nicht ausleben: Seine roten Socken verstoßen gegen die Kleiderordnung.

Bei den deutschen Meisterschaften in Kassel spazierte Raul Spank zwischen den Sprüngen im rabenschwarzen Bademantel herum, um bei kühlen Temperaturen warm zu bleiben. Bei der WM in Südkorea macht sich der eigenwillige Höhenjäger Sorgen um seine Socken. Leichtathleten sind mitunter Mimosen: Da muss jede Kleinigkeit stimmen, damit der letzte Zentimeter oder die letzte Zehntelsekunde herausgeholt werden kann.

Der Bronzemedaillen-Gewinner von Berlin 2009 trägt im Wettkampf normalerweise seine extradünnen roten Strümpfe. Denn die Sprungschuhe wählt er absichtlich eine halbe Nummer kleiner als normal, damit sie eng am Fuß sitzen und der Dresdner ein gutes Sprunggefühl entwickeln kann.

Bei der WM darf Spank aber keine „rote Socke“ sein. „Die gehen nicht konform mit der DLV-Kleidung“, erklärte der 23-Jährige. „Ich präferiere jetzt die weißen Socken, weil ich mit weißen Socken bei der letzten WM und bei Olympia erfolgreich war.“ Notgedrungen. Seine Schuhe hat er inzwischen mit einem Spanner etwas geweitet. Jetzt kann’s also hoch hinaus gehen. „Manchmal ist es doof, wenn es so kleine Dinge sind, die einen behindern“, sagte Spank.