Silberne Lorbeerblatt

Für Wulff ist Dirk Nowitzki ein "ganz Großer"

Erst am Samstag wurde Dirk Nowitzki von Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen und nur einen Tag später ging es für ihn in der Hauptstadt weiter. Deutschlands Basketball-Star erhielt von Bundespräsident Wulff das Silberne Lorbeerblatt. Für Wulff selbst eine Art Herzenssache.

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Für Bundespräsident Christian Wulff ist er ein „ganz Großer im Sport - nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt“: Basketball-Superstar Dirk Nowitzki selbst blieb auch bei der Ehrung mit dem Silbernen Lorbeerblatt bescheiden und bedankte sich am Sonntag in Berlin vor allem bei seinen Fans: „Besonders stolz hat mich gemacht, wie Deutschland an meinem Erfolg teilgenommen hat“, sagte NBA-Champion Nowitzki, als er die höchste deutsche Sportauszeichnung erhielt.

Bundespräsident Wulff bezeichnete den 33 Jahre alten Profi der Dallas Mavericks als Vorbild für die Jugend und als Botschafter Deutschlands. „Aufgeben und Angeben gehört nicht zu Ihrem Weltbild“, sagte Wulff im Schloss Bellevue. Der bekennende Basketball-Fan verriet, in seinem Amtszimmer hänge ein gerahmtes Nowitzki-Trikot. Er bewundere besonders, dass der Würzburger trotz seiner Erfolge „bescheiden“ und „auf dem Boden“ geblieben sei. „Sie sind beides: Ein Idol und ein Mensch mit Idealen“, lobte der Bundespräsident den deutschen Fahnenträger der Olympischen Spiele von 2008.

Auf dem Weg zu den Sommerspielen 2012 in London wünschte er Nowitzki und dem Nationalteam alles Gute. „Wir drücken jetzt schon die Daumen für die EM in Litauen. Wenn es gelingt, unter die ersten Sechs zu kommen, wäre es ein Erfolg“, sagte Wulff. Die Europameisterschaft beginnt für die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes am Mittwoch mit der Partie gegen Israel.

Nowitzki sagte, die Auszeichnung sei eine besondere Ehre für ihn. „Viele Idole von mir haben die Ehrung schon bekommen: Boris Becker, Steffi Graf, Franz Beckenbauer. Das ist ein ganz spezieller Tag für mich“, meinte der Blondschopf, der mit seiner Familie und Mentor Holger Geschwindner erschienen war. Nach der Ehrung verschwand Nowitzki schnell. „Ich muss zum Spiel“, rief er den Journalisten mit einem Lächeln im Gesicht zu. Das deutsche Team traf am Nachmittag im letzten EM-Test in der O2 World auf Mazedonien.

Bereits am Samstag waren Nowitzki und Co. von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfangen worden. Merkel wünschte dem Team für die EM ebenfalls alles Gute. Nowitzki überreichte der Kanzlerin ein Trikot mit ihrem Namen und der Rückennummer 2015. Der DBB bewirbt sich zusammen mit Frankreich und anderen Ländern um die Austragung der EM in vier Jahren.