Hertha-Coach

Wowereit bietet Babbel Berlin-Nachhilfe an

Mit seinen Aussagen über die Mentalität der Hauptstädter hat Hertha-Coach für viel Wirbel gesorgt. Jetzt ruderte Markus Babbel zurück, „rein sportlich", habe er das alles gemeint und bekam trotzdem ein besonderes Angebot vom Regierenden Bürgermeister von Berlin.

Die ganz besondere Berlin-Debatte war schnell beendet. „Rein sportlich“ habe er es gemeint, als der Chefcoach von Hertha BSC über die Mentalität des Hauptstädters an sich philosophiert hatte, bemerkte Markus Babbel im Pay-TV-Sender Sky. Die „Erwartungshaltung“ in der Stadt habe ihm einfach nicht gepasst, betonte der Ex-Europameister.

„Er ist laut, redet viel, will viel – aber getan wird oft erstmal wenig“: Teile der Berliner Medien hatten aufgeregt auf Aussagen von Babbel reagiert, der eher nebenbei die eröffnet hatte. Ob das klug gewesen sei bei der teilweisen Empörung in Berlin, wurde er nach dem 1:0-Sieg von Hertha BSC gegen den VfB Stuttgart gefragt. „Im Nachhinein ja“, antwortete der 38 Jahre alte Bayer und lächelte vielsagend. „Jedenfalls ist es aufgegangen, was wir vorhatten“, bemerkte Manager Michael Preetz.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hatte im Stadion den ersten Saisonsieg der Hertha erlebt. Offenbar habe Babbel als Hertha-Trainer wenig Zeit, sich auch privat um Berlin zu kümmern, meinte Wowereit und bot dem Hertha-Trainer „ein bisschen Nachhilfeunterricht“ an. Babbel hat die ganze Aufregung überrascht: „Wenn es in die Hosen gegangen wäre, hätte ich Probleme bekommen“, sagte er im ZDF.