Eisschnelllauf-Olympiasiegerin

Fall Pechstein – Weiteres Verfahren eingestellt

Die Staatsanwaltschaft München hat das Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt im Fall Claudia Pechstein eingestellt. Die Doping-Kommission fand keine Indizien für „strafrechtliche Dopingvergehen" im Zusammenhang mit der Eisschnellauf-Olympiasiegerin.

Die deutsche Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat im Kampf gegen ihre bereits abgesessene Dopingsperre einen weiteren Erfolg errungen. Die Staatsanwaltschaft München hat keine Anhaltspunkte für Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz gefunden und daher das Verfahren eingestellt. Das teilte die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) am Mittwoch mit.

Der Verband hatte im November 2009 gemäß des Anti-Doping-Aktionsplans des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet und damit das Verfahren in Gang gebracht. Dabei sollten auch mögliche Hintermänner im Fall Pechstein ausfindig gemacht werden. Im Nachgang der zweijährigen Sperre der Berlinerin seien jedoch keine strafrechtlichen Dopingvergehen nachgewiesen worden, hieß es weiter.

Umfangreiche Ermittlungen mit Hilfe des Bundeskriminalamtes, Durchsuchungen von mehr als 20 Räumlichkeiten und zahlreiche Zeugenvernehmungen führten laut DESG-Mitteilung zu keinem auffälligen Ergebnis. „Mich hat die Einstellung des Verfahrens natürlich nicht überrascht. Wo es kein Dopingvergehen gibt, kann es auch keine Hintermänner geben“, erklärte Pechstein auf ihrer Internetseite.

Pechstein bestreitet seit jeher, Blutdoping betrieben zu haben und kämpft für eine vollständige Rehabilitierung. Ihre erhöhten Retikulozytenwerte erklärt die 39-Jährige stets mit einer seltenen Blut-Anomalie. Pechstein bereitet sich derzeit im französischen Höhentrainingslager auf die kommende Saison vor.