Bayern München

Diskussion um Führungsspieler amüsiert Rummenigge

Kahn gegen Lahm und Schweinsteiger: Für Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist die Debatte um Führungsspieler beim FC Bayern überflüssig und lächerlich.

Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge empfindet die von Oliver Kahn entfachte Führungsspieler-Debatte als sinnlos. „Ich muss ehrlich sagen, diese Debatte belustigt mich fast. Ich habe in den vergangenen 37 Jahren alle Koryphäen beim FC Bayern aus nächster Nähe begleiten dürfen. Jeder hatte seine Vorteile, aber jeder hatte auch seine Macken“, sagte Rummenigge im Interview mit t-online.de.

Münchens Ex-Keeper Kahn hatte die Rollen von Kapitän Philipp Lahm und dessen Stellvertreter Bastian Schweinsteiger bei den Bayern infrage gestellt und damit für mächtig Wirbel beim Fußball-Rekordmeister gesorgt. „Man sollte es dabei belassen, dass diese Generation, die jetzt Fußball spielt, eine andere ist, als die, wofür ein Stefan Effenberg, ein Paul Breitner, ein Lothar Matthäus oder ebnen auch ein Oliver Kahn gestanden haben. Ich glaube wir tun beim FC Bayern gut daran, sehr gelassen mit dieser Diskussion umzugehen“, sagte Rummenigge.

Unterdessen ging beim FC Bayern am Freitag auch die Debatte darüber weiter, ob Präsident Uli Hoeneß in der Halbzeit des Champions-League-Playoff-Hinspiels gegen den FC Zürich (2:0) in der Kabine gewesen sei. „Unser Spielertrakt in der Arena ist in drei Räume unterteilt. In einen Vorraum, in einen Massageraum und die eigentliche Kabine. In der Halbzeit war der Trainer mit der Mannschaft in der Kabine. Uli Hoeneß war kurz im Vorraum und hat sich dort irgendetwas besorgt. Aber er war nicht in der Kabine und hat weder zum Trainer noch zu irgendeinem Spieler etwas gesagt“, meinte Rummenigge.

Grundsätzlich bestätigte Rummenigge allerdings, dass der ganze Verein in dieser Saison gehörig unter Druck stehe. Damit sei auch die Explosion von Hoeneß beim Spiel gegen Zürich auf der Tribüne zu erklären. „Es besteht eine große Erwartungshaltung und dadurch liegt auf dem ganzen Klub auch ein großer Druck. Das hängt sicherlich auch mit dem nicht ganz unwesentlichen Fakt zusammen, dass wir für einen Bundesliga-Klub relativ viel Geld in die Mannschaft investiert haben. Entsprechend erwartet man von dem FC Bayern viel“, sagte der frühere Stürmer.