Angebot aus Blackburn

Schalke-Star Raul vor Wechsel in die Premier League

Die Blackburn Rovers haben bei Schalke 04 wegen Raul angefragt. Offiziell wollen die Gelsenkirchener den Spanier nicht gehen lassen.

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Schalke 04 liegt ein offizielles Angebot des Premier-League-Klubs Blackburn Rovers für den Spanier Raul vor. Der Vertrag des 34-Jährigen, der erst im vergangenen Sommer von Real Madrid ablösefrei nach Gelsenkirchen wechselte, läuft noch bis Juni 2012. Doch in den vergangenen Wochen gab es immer wieder Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang Rauls , der seit Wochen öffentlich nicht mehr spricht, seine Wahl in den Mannschaftsrat durch die Mitspieler ablehnte und auch sein Tor zum 4:1 gegen Köln eher dezent bejubelte.

Schalke-Manager Horst Heldt bestätigte die Anfrage. Schalke habe Rauls Berater Gines Carvajal über die Anfrage informiert: "Wir möchten Raul nicht abgeben", erklärte Heldt, "das haben wir nach Absprache mit unserem Trainer auch seinem Berater signalisiert. Aber wenn er uns sagt, dass er gehen möchte, werden wir uns damit beschäftigen und in Verhandlungen einsteigen.“

Doch das ist nur die offizielle Sprachregelung. Inoffiziell planen sie schon länger mit einem Weggang ihres Stars – der allerdings nicht ablösefrei gehen darf. Rund zwei Millionen Euro Ablöse könnte ein Wechsel des 34-jährigen Spaniers noch bringen. Dazu würden die Gelsenkirchener auch noch rund sechs Millionen Euro Gehalt einsparen. Geld, das der Klub sofort reinvestieren könnte.

Noch am Dienstagabend gibt es deshalb ein Gespräch zwischen Schalke 04 und Raul, der in 36 Bundesliga-Spielen 14 Tore erzielte. Dabei will Heldt erfahren, wie Raul zu dem Angebot steht: "Ich will eine schnelle Entscheidung bis zum Abflug nach Finnland", sagte Heldt zum Online-Portal "Der Westen" . Am Mittwoch um 13 Uhr bricht der Schalker Tross auf, einen Tag später steigt das Europa-League-Qualifikationsspiel bei HJK Helsinki (18.30 Uhr).

Für einen Wechsel Rauls spricht, dass Trainer Ralf Rangnick schon vor drei Monaten in einem Interview betont hatte, auch mal unpopuläre Maßnahmen treffen zu müssen. So wie es Kollege Jürgen Klopp in Dortmund vollzogen habe, als er entgegen der öffentlichen Meinung die Stürmer Alexander Frei und Mladen Petric abgab, weil sie nicht in sein laufintensives Spiel passten.

In diese Einschätzung würde auch ein Raul-Transfer passen. Immerhin hatte Rangnick erklärt, dass der Spanier – anders als unter Felix Magath – eben nicht mehr alle Freiheiten im Spiel genieße.