Nach Hooligan-Attacken

BFC Dynamo stellt Strafanzeige gegen Unbekannt

Nach den schweren Ausschreitungen im DFB-Pokal hat der BFC Dynamo Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Ruhe wird jedoch noch lange nicht wieder einkehrem, denn der Meisterschafts-Auftaktgegner des BFC, der LFC Berlin, denkt darüber nach, das erste Oberligaspiel abzusagen - aus Sicherheitsbedenken.

Der BFC Dynamo hat nach den schweren Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Das teilte der Verein in einer Pressemitteilung am späten Montagabend mit.

„Dem BFC Dynamo ist eine Aufklärung der Vorfälle wichtig und er wird ermittelte Täter mit aller Härte bestrafen. So wird der BFC Dynamo den DFB bitten, die Stadionverbote zu übernehmen und ein bundesweites Stadionverbot zu verhängen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nach dem DFB-Pokalspiel des BFC Dynamo gegen den 1. FC Kaiserslautern (0:3) am vergangenen Samstag im Berliner Jahn-Sportpark konnten etwa 300 Randalierer durch ein offenes Sicherheitstor zum Gäste-Fanblock gelangen und attackierten dort die Kaiserslauterer Fans. Es gab 18 verletzte Polizisten, zwei von ihnen wurden im Krankenhaus behandelt. 27 BFC-Hooligans wurden vorläufig festgenommen.

Jetzt überlegt der Meisterschafts-Auftaktgegner des BFC, der LFC Berlin, das erste Oberligaspiel abzusagen.

„Der Vorstand des Vereins hegt Bedenken, ob die Sicherheit der Zuschauer im Stadion Lichterfelde gewährleistet werden kann“, hieß es in einer Mitteilung des LFC Berlins, der am kommenden Sonntag erster BFC-Gegner der neuen Saison wäre: „Zudem ist damit zu rechnen, dass große Teile des Lichterfelder Stammpublikums der Begegnung aus Furcht um ihre Sicherheit fernbleiben werden.“

In einer Sicherheitsbesprechung war der LFC von den zuständigen Stellen dazu verpflichtet worden, die Fans beider Vereine mit separaten Zugängen und einem fest installierten Zaun zu trennen. Zudem soll ein externer Sicherheitsdienst für das Spiel engagiert werden. Dem Verein, so hieß es in der Mitteilung weiter, entstünden dadurch erhebliche Kosten und Mehraufwand.

Der Verein wies weiter daraufhin, dass die Bedenken nicht gegen alle BFC-Fans gerichtet seien. „Solange jedoch Elemente und Personen aus dem Umfeld des BFC zu solchen Gewalttaten im Stadion bereit sind und weder von Ordnern noch Polizisten daran gehindert werden können, erscheint für den LFC ein vorbehaltloses sportliches Kräftemessen schwer vorstellbar“, erklärte der LFC.