"Auszeit"

Germany's next Topmodel in der Fankurve

Simon Pausch

Foto: dpa / dpa/DPA

Die Fans von Karlsruhe und Aachen werden in der ersten Pokalrunde zu Fernseh-Models. Eines ist dann auf jeden Fall garantiert: Drama! Drama! Drama!

Bis zum Start der nächsten Staffel von Heidi Klums TV-Show "Germany's next Topmodel" dauert es noch ein Weilchen. Die Fans des Karlsruher SC und von Alemannia Aachen aber bekommen schon jetzt die einmalige Chance, sich für die Finalrunden zu empfehlen.

Nun gut, sie wurden nicht wirklich gefragt, ob sie mitmachen wollen, aber das ist ein anderes Thema. Am Sonntag jedenfalls dienen sie als Probanden für ein Experiment mit dem schönen Namen "PaGeVi". Die Abkürzung steht für "Parallele Gesichtserkennung in Videoströmen" und ist ein Pilotprojekt, das dabei helfen soll, gesuchte Personen bei Großveranstaltungen zu identifizieren.

Mit anderen Worten: Die Fans aus Karlsruhe und Aachen sollten auf dem Weg zur Tribüne möglichst grazil mit den Hüften wackeln und immer brav lächeln – denn sie sind im Fernsehen zu sehen, zumindest auf den Bildschirmen in der Sicherheitszentrale.

Um zu testen, ob die von Professor Rainer Stiefelhagen entwickelte Technologie auch tatsächlich funktioniert, werden sich dessen Mitarbeiter am Sonntag unter das Fanvolk mischen. Die Kameras sollen sie in der Menge identifizieren. Ist das Projekt erfolgreich, soll in Zukunft ein flächendeckender Einsatz möglich sein, um potenzielle Hooligans schon am Eingang abfangen zu können.

Nach bisher unbestätigten Gerüchten hat sich für Sonntag ein ganz besonderer Ehrengast in der Sicherheitszentrale des Wildparkstadions angekündigt: Bruce Darnell, früheres Mitglied der Topmodel-Jury, wird die Steuerung der Überwachsungskameras übernehmen – und nebenbei Ausschau halten nach den hübschesten Fans. Eines jedenfalls ist garantiert an diesem Pokalnachmittag: Drama! Drama! Drama!