Bayern München

Robben fällt mit Sprunggelenksverletzung aus

Nach Franck Ribery hat es nun auch Arjen Robben erwischt. Sein Kapseleinriss sei zwar "nicht so schlimm", sagt Robben. Pausieren muss er aber dennoch.

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Erst Ribéry, dann Robben – das Verletzungspech seiner Flügelzange trübt beim FC Bayern die Vorfreude auf den Saisonstart. Beim gelungenen Härtetest der Münchner gegen den AC Mailand zog sich Arjen Robben eine Blessur am Sprunggelenk zu, die aber "nicht so schlimm" sei, wie der Patient am Mittwoch berichten konnte.

Nach einem bösen Tritt von Gegenspieler Taye Taiwo in die Wade war der Niederländer mit dem rechten Fuß umgeknickt und musste wenig später mit starken Schmerzen vom Spielfeld. Die vorsichtige Entwarnung erfolgte nach einer Nacht der Ungewissheit: Robben erlitt "nur" einen kleinen Kapseleinriss am Sprunggelenk.

Die Diagnose von Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt wurde vom deutschen Fußball-Rekordmeister als "Glück im Unglück" bewertet. Robben konnte die Praxis erleichtert verlassen. Gips und Krücken blieben ihm im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Franck Ribéry, der sich am vergangenen Sonntag beim Training eine Kapsel- und Bandverletzung am linken Sprunggelenk zugezogen hatte, erspart.

Trainer Jupp Heynckes muss sich dennoch auf einen möglichen Pflichtspielauftakt ohne Ribéry und Robben einstellen. "Es wäre bitter, wenn beide ausfallen würden", hatte Kapitän Philipp Lahm nach dem 5:3-Erfolg im Elfmeterschießen (1:1, 1:1) gegen Milan im Hinblick auf den Ernstfall am kommenden Montag im DFB-Pokal beim Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig gesagt. "Beide sind sehr wichtig für uns", betonte auch Bastian Schweinsteiger – im reizvollen Finale des Audi Cups gegen Champions-League-Sieger FC Barcelona sind Robben und Ribéry am Mittwochabend nur Zuschauer.

Eine Prognose zur Ausfallzeit des Holländers gaben die Bayern nach der Kernspintomographie bewusst nicht ab. Der 27-Jährige soll in den kommenden Tagen intensiv gepflegt und behandelt werden. "Dabei wird Tag für Tag festgelegt, wie der nächste Schritt in seinem Rehaplan aussieht", hieß es vage im medizinischen Bulletin.

Man könnte meinen, es liegt ein Verletzungsfluch über Bayerns Flügelzange. Nur 37 Pflichtspiele haben "Rib" und "Rob" bislang gemeinsam für den deutschen Rekordmeister bestritten, seit Robben Ende August 2009 von Real Madrid nach München wechselte. 25 Siege dokumentieren den sportlichen Wert der kreativen Außenstürmer.

In der titellosen vergangenen Saison fiel Robben wegen einer schweren WM-Verletzung die komplette Hinrunde aus – Borussia Dortmund war den Bayern schon im Winter hoffnungslos enteilt. Jetzt müssen die beiden Stars wohl nur eine kurze Zeit pausieren, trotzdem bedeuten die Verletzungen einen Rückschlag für Spieler und Verein.

"Eine Mannschaft wie der FC Bayern kann hochkarätige Spieler auch mal ein, zwei Spiele ersetzen", hatte Heynckes nach der Verletzung von Ribéry gesagt – auf Dauer aber ist der Qualitätsverlust zu groß. Mitte August müssen die Bayern in die Champions-League-Qualifikation.