Motorsport

Unfälle überschatten Rallye Baden-Württemberg

Zwei schwere Unfälle mit insgesamt sieben Verletzten haben die Rallye Baden-Württemberg überschattet.

Zwei schwere Unfälle mit insgesamt sieben Verletzten haben die Rallye Baden-Württemberg überschattet. Mitsubishi-Pilot Marius Klein (Neu-Ulm) kam am Samstag kurz vor Luizhausen von der Strecke ab und erfasste eine Gruppe von Zuschauern. Dabei erlitt ein 14 Jahre alter Junge schwere Verletzungen an Kopf und Brust. Ein Erwachsener und zwei weitere Kinder kamen mit leichteren Blessuren davon.

Die Rallye litt unter den wechselnden Witterungsverhältnissen mit teilweise starken Regenschauern. Klein verlor die Kontrolle über sein Auto, als er vor einer Kurve abbremsen wollte. Zuvor war auch der in Führung liegende Hermann Gaßner (Surheim/Mitsubishi) bei Schelklingen von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Hinter dem Baum stand ein Fahrzeug mit Streckenposten. Alle drei Insassen wurden verletzt, Gaßner und sein Beifahrer erlitten einen Schock.

„Die Unfälle machen mich und das ganze Team sehr traurig“, erklärte Rallye-Leiter Bernd Bohnenberger. „Dabei haben wir versucht, das Risiko für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten und sogar gefährliche Streckenabschnitte herausgenommen.“

Die zweitägige, von Geislingen nach Dornstadt führende Rallye Baden-Württemberg zählte in diesem Jahr erstmals zur Rennserie um die Deutsche Rallye-Meisterschaft (DRM). Sieger nach insgesamt 14 Wertungsprüfungen waren Sandro Wallenwein und Marcus Poschner (Stuttgart/Laubach) im Subaru Impreza, die ihre Führung in der Gesamtwertung dadurch ausbauten. Im Ziel lagen sie nur zwei Sekunden vor Timo Bernhard und Klaus Wicha (Dittweiler/Bad Hersfeld) im Porsche 911 GT3. Gaßner liegt nach seinem Ausfall im vierten von sechs Saisonläufen nur noch auf dem dritten Platz der Gesamtwertung.