Steroide

Drei weitere Nordkoreanerinnen bei der WM gedopt

Der Dopingskandal der Nordkorearinnen bei der WM 2011 weitet sich aus. Nach Song Jong-sun und Jong Pok-sim gibt es nach Angaben der Fifa drei weitere Fälle.

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Drei weitere nordkoreanische Fußballerinnen sind bei der Frauen-Weltmeisterschaft positiv auf Steroide getestet worden. Dies teilte der Weltverband Fifa bei einer Pressekonferenz am Samstag in Frankfurt am Main mit.

„Tatsache ist, dass wir in der Fifa konfrontiert sind mit einem ganz groben bösen Dopingfall, das schmerzt“, sagte Präsident Joseph Blatter. Die Disziplinarkommission der Fifa werde nun über weitere Konsequenzen entscheiden.

Die gesamte Mannschaft Nordkoreas hatte nach dem 0:0 in der Vorrunde gegen Kolumbien bei einer „zielgerichteten Fahndung“ zur Dopingkontrolle antreten müssen. Zuvor war im Urin von Song Jong-sun und Jong Pok-sim eine verbotene Substanz gefunden worden.

Einen Tag vor dem Endspiel zwischen den USA und Japan (Sonntag, 20.45 Uhr) in Frankfurt wirft der Skandal einen Schatten auf das Endrundenturnier.

Jiri Dvorak, der Medizinische Direktor der Fifa, sprach von einem „klaren Fall von verbotenen Substanzen“. Der nordkoreanische Verband habe die positiven Proben mit der Gabe von traditioneller chinesischer Medizin vom Moschushirschen erklärt, teilte Dvorak mit.

Die B-Proben seien auch schon im Dopingkontroll-Labor in Köln analysiert worden. Insgesamt seien jeweils 14 Steroide bei den Spielerinnen gefunden worden, vier davon stünden auf der Dopingliste.