Fussball

Leiches Los für Mainz in der Europa League

Der FSV Mainz 05 muss noch ein wenig auf seinen Gegner für die dritte Qualifikationsrunde zur Europa League warten. Bei der Auslosung am Freitag im schweizerischen Nyon bekam der Tabellenfünfte der vergangenen Bundesliga-Saison den Gewinner des Zweitrundenduells zwischen dem rumänischen Vertreter Gaz Metan Medias und Kuopio PS aus Finnland zugeteilt.

„Wir nehmen es, wie es kommt. Wir kennen beide Gegner nicht", sagte Trainer Thomas Tuchel, den die Kunde kurz vor dem Rückflug des Fußball-Bundesligisten aus dem Trainingslager in Österreich erreichte.

Obwohl neben dem FSV noch weitere 69 Clubs zur Auslosung bereit standen, verringerte sich der Kandidatenkreis für die gesetzten Mainzer bereits vorher auf neun Clubs. Befürchtete dicke Brocken waren nicht darunter. Die weiteste Reise hätte die Rheinhessen zu Qarabag Agdam nach Aserbaidschan führen können.

Die Finnen von Kuopio PS hatten sich am Donnerstag mit einem 1:0 vor eigenem Publikum ein kleines Polster für das Rückspiel am 21. Juli in Rumänien verschafft. Mainz besitzt im Hinspiel der dritten Runde am 28. Juli Heimrecht in der Coface Arena. Das Rückspiel wird am 4. August ausgetragen. Der Sieger zieht in die Playoff-Runde ein (18. und 25. August), in der es dann um die Tickets für die lukrative Gruppenphase geht.

Kuopio PS ist im finnischen Fußball durchaus eine Hausnummer. Fünf Meisterschaften sowie neun Vize-Titel und zweimal Pokalsieger lautet die Erfolgsbilanz der Kicker aus dem Wintersportort mit knapp 100 000 Einwohnern. International kommt Kuopio PS auf 18 Spiele im Europapokal.

Der letzte Auftritt datiert allerdings bereits aus dem Jahr 1991 gegen Dynamo Kiew. Gespielt wird im Stadion Magnum Areena, in dem 4700 Zuschauer Platz finden. In der finnischen Liga belegt das Team von Trainer Esa Pehonen derzeit den neunten Platz unter zwölf Mannschaften.

Medias ist ein Ort in Siebenbürgen. Tabellensiebter war Gaz Metan Medias in der abgelaufenen Runde. International ist der Verein, der seine Heimspiele im 5000 Zuschauer fassenden Municipal Gaz Metan austrägt, noch nicht aufgefallen.

„Unser Ziel ist klar die Gruppenphase", sagte Manager Christian Heidel, der die Auslosung zusammen mit Teammanager Axel Schuster in Nyon verfolgte. „Sportlich können wir die Gegner nicht einschätzen. Aber wir werden sie kennenlernen", meinte Trainer Tuchel, der die beiden möglichen Kontrahenten beim Zweitrunden-Rückspiel beobachten lassen wird.