Leichtathletik

Strutz verbessert Stabhochsprung-Rekord

Martina Strutz hat den neun Jahren alten deutschen Rekord um einen Zentimeter verbessert und ihre Medaillen-Ambitionen für die WM unterstrichen. .

Martina Strutz hat den neun Jahre alten deutschen Rekord im Stabhochsprung verbessert. Die 29-Jährige vom ESV Hagenow übersprang am Dienstagabend beim internationalen Meeting in der Karlsruher Hoepfner Burg gleich im ersten Versuch 4,78 Meter und steigerte damit die Bestmarke von Annika Becker aus dem Jahr 2002 um einen Zentimeter. „Das ist der absolute Wahnsinn“, sagte Strutz. „Ich wusste, dass ich das heute versuchen wollte. Ich wusste aber nicht, ob ich die Höhe draufhabe. Als ich über der Latte war und sie kaum berührt hatte, wusste ich: sie bleibt liegen.“ Mit diesem Sprung stellte Strutz auch eine Weltjahresbestleistung auf.

Hinter ihr belegten Anna Battke aus Mainz und Becky Holliday aus den USA gemeinsam den zweiten Platz (beide 4,50). Bei den Männern siegte anschließend der Russe Sergei Kucherjanu vor dem Briten Steven Lewis (beide 5,62). Die Favoriten Malte Mohr (München) und Brad Walker (USA) übersprangen bei Regenwetter lediglich 5,52 Meter und teilten sich mit drei weiteren Springern den dritten Platz.

Die bislang größten Erfolge von Strutz waren der Gewinn der deutschen Hallen-Meisterschaft 2006 und der fünfte Platz bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2005. Eigentlich war der deutschen Meisterin und Vize-Europameisterin Silke Spiegelburg eher zugetraut worden, den Rekord von Becker zu knacken. Erst am Sonntag war die Leverkusenerin bei ihrem Sieg beim Diamond-League-Meeting in Birmingham an den 4,78 Metern gescheitert.

Doch auch Strutz zeigte sich in dieser WM-Saison bislang in überragender Form. In Karlsruhe sprang sie zum sechsten Mal in Serie bei einem Wettkampf höher als 4,70 Meter, dazu blieb sie zum elften Mal nacheinander ungeschlagen. In einem Gespräch mit dem Internetportal „leichtathletik.de“ machte die gebürtige Schwerinerin gleich mehrere Gründe für ihren enormen Leistungssprung verantwortlich: Sie habe ihren Trainer gewechselt, sei endlich verletzungsfrei und habe auch an Gewicht verloren. „Irgendwann muss es alles passen. Das Glück hab’ ich zur Zeit“, sagte sie