Fernsehen

Olympia 2014 und 2016 bei ARD und ZDF zu sehen

ARD-Sport-Intendant Ulrich Wilhelm spricht von einem „ganz wichtigen Abschluss" für die öffentlich-rechtlichen Sender. Dabei war der Zuschlag ungewiss.

Auch die Olympischen Spiele 2014 und 2016 werden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein. ARD und ZDF gaben am Montag nach kurzfristig angesetzten Verhandlungen eine Einigung mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bekannt. Der Abschluss beinhalte umfassende audiovisuelle Medienrechte an den Winterspielen 2014 im russischen Sotschi und den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro.

Zu den Kosten wurden keine Angaben gemacht. Bei der ARD-Sportkoordination hieß es auf dapd-Anfrage, es sei jedoch weniger geworden als zuletzt für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver und die Sommerspiele im kommenden Jahr in London.

Beide Sender erwarben die Rechte erstmals direkt vom IOC. Zuvor hatten die European Broadcasting Union (EBU) und das IOC die Verträge abgeschlossen. Das IOC hatte jedoch 2008 seine langjährige Partnerschaft mit der EBU nicht fortsetzen wollen. Danach waren die Olympia-Rechte in Deutschland in einer Ausschreibung angeboten worden. Die aktuelle Vereinbarung wurde von der SportA, der Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF, mit dem IOC ausgehandelt. Die zuständigen Gremien der Rundfunkanstalten müssen dem Abschluss noch zustimmen.

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks und ARD-Sport-Intendant, Ulrich Wilhelm, sprach von einem „ganz wichtigen Abschluss“ für ARD und ZDF. „Wir werden über die Olympischen Spiele wie in der Vergangenheit umfassend und mit großem Engagement berichten“, fügte er hinzu. Die ARD-Vorsitzende Monika Piel sagte, kein anderes Sportereignis biete eine solche Bandbreite an Sportarten – „und niemand berichtet so umfassend über den Spitzen- und den Breitensport in seiner ganzen Vielfalt wie ARD und ZDF“.

ZDF-Intendant Markus Schächter betonte, die Olympischen Spiele bildeten wie kein anderes Ereignis den Breiten- und Spitzensport in seinem ganzen Umfang und in seiner Internationalität ab. „Ich freue mich, dass wir unseren Zuschauern auch die Spiele in Sotschi und Rio de Janeiro präsentieren können“, sagte er.

Bei dem Sportsender Eurosport laufen die Verhandlungen noch, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte. Bei einem Vertrag geht es den Angaben zufolge gleich um alle 59 Länder, in die Eurosport sendet.

Bei den Olympischen Spielen 2014 und 2016 war die EBU erstmals seit über 50 Jahren bei der Vergabe der Übertragungsrechte aus dem Rennen. Das IOC hatte das Gebot der Europäischen Rundfunkunion als zu niedrig abgelehnt.