DFB-Pokal

Hertha BSC reist zu Regionalligist ZFC Meuselwitz

Interessante, aber lösbare Aufgaben bekamen die Berliner Profiklubs für die erste Runde im DFB-Pokal zugelost. Hertha und Union spielen auswärts. Oberligist BFC Dynamo bekam ein attraktives Heimspiel zugelost.

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Bundesligist Hertha BSC reist in der ersten Runde im DFB-Pokals zu Regionalligist ZFC Meuselwitz nach Thüringen. Bei Zweitligist 1. FC Union wird Trainer Uwe Neuhaus bei der Auslosung geschmunzelt haben: Die Eisernen spielen gegen Rot-Weiss Essen, den ehemaligen Klub von Neuhaus. Oberligist BFC Dynamo bekam ein attraktives Heimspiel zugelost: Die Mannschaft von Trainer Heiko Bonan empfängt Bundesligist 1. FC Kaiserslautern. Die großen Namen der Bundesliga spielen alle auswärts: Der FC Bayern muss zu Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig, Meister Borussia Dortmund zum SV Sandhausen, Pokalsieger FC Schalke bekommt es mit Siebtligist FC Teningen in Südbaden zu tun.

Bei Hertha waren die Verantwortlichen zufrieden. Manager Michael Preetz sagte: „Eine Aufgabe, die man als Erstligist lösen muss. Für die Thüringer wird es ein Festtag, für uns ein Arbeitstag!“ Trainer Markus Babbel braucht keinen großen Scouting-Aufwand zu betreiben. Kollege Karsten Heine hat mit Herthas U23 in der Regionalliga zweimal mit 1:0 gegen Meuselwitz gewonnen. Babbel, der die Auslosung in der ARD-Sportschau durch die deutsche Nationalspielerin Celia Okoyino da Mbabi in seinem Urlaubsort auf Ibiza verfolgt hatte, sagte: „Es hätte schlimmer kommen können. Ich weiß von Karsten Heine, dass Meuselwitz vom Teamgeist lebt, sehr robust spielt und gerade zu Hause schon Rabatz machen kann. Trotzdem, keine Frage, da müssen wir weiter kommen!“ Kapitän Andre Mijatovic sagte: „Wir wollen diesmal im Pokal endlich weit kommen. Wir werden Meuselwitz nicht unterschätzen, aber schlagen müssen wir sie dennoch!“

Für den 1. FC Union und vor allem für Neuhaus (51) wird die Fahrt ins Ruhrgebiet zu Rot-Weiss Essen eine kleine Reise in die Vergangenheit: Hier hatte Neuhaus im April 2005 einst seine erste Stelle als verantwortlicher Profitrainer angetreten, nachdem er dort als Spieler vier Jahre lang und in 80 Partien aktiv war. In Essen hatte Neuhaus auch Nico Schäfer kennengelernt, der seit Mai als Nachfolger von Teammanager Christian Beeck die finanziellen Geschicke der Lizenzspielerabteilung verantwortet und damals zum Vorstand gehörte. „Der Fußball schreibt schon verrückte Geschichten. Ich freue mich auf dieses Spiel, es wird eine Menge los sein dort. Sportlich ist es eine schwierige Aufgabe, aber natürlich sind wir der klare Favorit gegen den Regionalligisten. Das Weiterkommen ist Pflicht!“ Auch Union-Präsident Dirk Zingler kann dem Los viel Gutes abgewinnen: „Ich freue mich immer, wenn es gegen Traditionsmannschaften geht. Klar ist aber auch, dass wir unserer Favoritenrolle gerecht werden wollen.“ Und es damit besser machen als vor einem Jahr, müsste man anfügen: Da blamierten sich die Köpenicker gleich in der ersten Runde gegen Viertligist Hallescher FC mit 0:1.

Ebenfalls Heimrecht genießt Drittligist SV Babelsberg, der gegen den MSV Duisburg spielen wird. 03-Trainer Dietmar Demuth sagte: „Was soll man machen, du musst es ja so hinnehmen.“ Zum Pokalfinalisten Duisburg sagte Demuth: „Jetzt beginnt eine neue Serie, auch Duisburg muss sich erst wieder neu aufstellen.“ Gespielt wird die erste Runde zwischen dem 29. Juli und dem 1. August. Die Heimvereine erhalten 113.000 Euro, die Gastmannschaften 109.000.