Handball

Füchse Berlin kämpfen für 1000 Liter Freibier

Im letzten Heimspiel der Saison müssen die Füchse gewinnen, um weiterhin Platz drei und die direkte Qualifikation zur Champions League zu halten. Nach der Partie soll vor der O2 Arena eine Riesen-Party mit den Fans steigen - Freibier inklusive.

Es ist angerichtet für das finale Spektakel der Füchse Berlin. Im letzten Heimspiel der Saison empfangen die Hauptstadt-Handballer am Montag die HSG Wetzlar in der Max-Schmeling-Halle (16.15 Uhr), nach der Bundesliga-Partie steigt auf dem Vorplatz der Arena die große Fan-Party mit Autogrammstunde. Und besonders durstige Anhänger dürfen sich freuen, denn für jedes Füchse-Tor spendiert der Klub bei der Sause 30 Liter Freibier. „Wir kämpfen für 1000 Liter“, frohlockt Geschäftsführer Bob Hanning, der ein rappelvolles Haus erwartet: „Es gibt nur noch Stehplatzkarten.“

Um diese beachtliche Menge an Gerstensaft tatsächlich ausschenken zu können, müssten die Füchse 33 Tore gegen die Mittelhessen erzielen. Viel wichtiger aber als die Anzahl der Tore ist für die Berliner ein Heimsieg, geht es für sie doch um die direkte Qualifikation für die Champions League. Dafür dürfte sich die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson nicht mehr von Rang drei verdrängen lassen. Im letzten Saisonspiel treten die Füchse am kommenden Samstag beim SC Magdeburg an.

Heimbilanz ausbauen

Gerade einmal vier Punkte haben die Füchse in dieser Bundesliga-Spielzeit in der heimischen Schmeling-Halle abgeben müssen, nur Meister HSV Hamburg und Verfolger Rhein-Neckar Löwen haben eine noch bessere Bilanz. Die Frage wird sein, wie die Berliner den Ausfall ihres Torjägers Sven-Sören Christophersen (Muskelfaserriss) verkraften werden. Der Nationalspieler muss gegen seinen früheren Verein von der Tribüne aus zusehen, ist aber zuversichtlich. „Daheim haben wir bislang eine ausgezeichnete Bilanz, insofern müssen wir natürlich diese Favoritenrolle annehmen und diesem Anspruch auch genügen.“

Damit die Konzentration aufs Wesentliche nicht leidet, findet die Verabschiedung von den vier Spielern, die die Füchse am Saisonende verlassen, erst nach dem Schlusspfiff statt. Konrad Wilczynski, Stian Vatne, Michal Kubisztal und Martin Murawski werden nach der Partie geehrt, dazu wird es eine Gesangseinlage vom Musical „We will rock you“ geben. Und Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes, wird das Füchse-Team für das bereits feststehende Erreichen des Europapokals beglückwünschen. Schon jetzt geht diese Spielzeit als die erfolgreichste Saison der Füchse in die Geschichte ein. Hanning: „Diesen Erfolg wollen wir mit unseren Anhängern ausgiebig feiern.“ Am besten mit 1000 Liter Freibier für die Fans.