"Auszeit"

Ronaldo hat jetzt mehr Zeit für Gummibärchen

Viele Prominente tun sich derzeit schwer mit ihrem Karriereende. Brasiliens früheres Fußball-Idol Ronaldo zeigt, dass das auch befreiend sein kann.

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Brasiliens Fußballstar Ronaldo hat am Montag unter Tränen das Ende seiner Karriere verkündet.

Video: Reuters
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Er hatte keine Lust mehr, sich die Burger und Süßigkeiten zu verkneifen. Also beendete Ronaldo nun seine Karriere. Der einst beste Stürmer der Welt ist kein Stürmer mehr. Über 400 Tore hat er geschossen, zweimal Fußball-Weltmeister ist er geworden und mit 15 Treffern WM-Rekordtorjäger.

Und doch dachten die meisten bei dem Namen zuletzt nur noch ein einen dicken Bauch. Ronaldo hatte in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. „Der Kopf will weitermachen, aber der Körper hält es nicht mehr aus“, sagte der 34-jährige Brasilianer, der zuletzt für Corinthians Sao Paulo in seiner Heimat spielte.

Der Schritt fiel ihm schwer. Die vergangenen drei Tage habe er geheult wie ein Kind. Vielleicht auch, weil er erfahren hat, dass Thomas Gottschalk ebenfalls aufhört. Möglicherweise hat Ronaldo darauf spekuliert, von ihm zu „Wetten, das..?“ eingeladen zu werden und auf dem Sofa leckere Gummibärchen naschen zu können. Nach der Zahnlücke ist seine Wampe zum zweiten Markenzeichen des Brasilianers geworden. Und die muss gepflegt werden. Auch wenn viele Fans wollten, dass er weiterspielt.

Bei Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist es umgekehrt: Keiner will, dass er nach seinen Sexaffären in der Politik weitermacht. Aber er macht es. Mit dem Abschied ist es eben so eine Sache.

Fernsehgröße Harald Schmidt sind bei dem Thema sogar Parallelen zum verletzten Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack aufgefallen. Er lästerte mit Blick auf die Revolution in Ägypten: „Ballacks Zeit ist abgelaufen, aber er ist noch nicht ganz weg. Sie sprechen schon vom Fußball-Mubarak.“ Mit Ronaldo hat er Ballack bislang nicht verglichen. Das ist wohl sogar Schmidt zu heftig.