Surfen

Kelly Slater widmet WM-Titel seinem toten Kollegen

Der amerikanische Surf-Star wird zum zehnten Mal Weltmeister und spricht der Familie des toten Andy Irons sein Beileid aus.

Foto: REUTERS

Kelly Slater hat Surf-Geschichte geschrieben: Der 38-jährige US-Amerikaner gewann am vergangenen Samstag seinen zehnten Weltmeistertitel – das war keinem Surfer vor ihm gelungen. Beim Rip Curl Pro Search Turnier in Puerto Rico besiegte er im Finale den Australier Bede Durbidge (27). Den Titel hatte er sich bereits im Viertelfinale mit einer beeindruckenden Leistung gegen seinen Konkurrenten Adriano De Souza (23) aus Brasilien gesichert – Slater holte 18,87 von 20 möglichen Punkten. Zehntausende Fans sowie seine Familie sahen vom Strand aus zu und feierten ihn für den historischen Triumph. „Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe. Es ist einfach passiert“, sagte Slater.

In einer ergreifenden Rede nach dem letzten Rennen widmete er den Titel Andy Irons, der zwei Tage zuvor tot in einem Hotelzimmer in Dallas aufgefunden worden war. „Ich spreche seiner Familie mein Beileid aus. Derzeit bin ich etwas überfordert und weiß nicht, was ich noch sagen soll“, so Slater.

Landsmann Irons (32) hatte drei WM-Titel gewonnen und war einer seiner ärgsten Rivalen gewesen. Woran er starb, ist noch immer unklar. Angeblich am Denguefieber. Es kursieren aber auch Gerüchte, Irons habe eine Überdosis Medikamente zu sich genommen. „Es war eine Woche der Extreme für mich“, sagte Kelly Slater. Zuerst der Schock wegen des Todes Irons, nun die Freude über den zehnten Titel. Seinen ersten Triumph hatte 1992 gefeiert. In den folgenden Jahren dominierte er die Profiszene, ehe er 1998 seine Karriere beendete. 2003 kehrte er zurück.