Pferderennen

Hoppegarten steht unter britischer Flagge

Die Berliner Galopprennbahn Hoppegarten passt sich der Nachrichtendominanz um das britische Königshaus an: Ehrengast wird am Ostersonntag der Brite Lester Piggott sein. Aber auch die Kinder sollen an diesem Wochenende nicht zu kurz kommen.

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Man kann es drehen und wenden wie man will, die Royals beherrschen in den kommenden zehn Tagen die Schlagzeilen. Am Gründonnerstag feiert Queen Elizabeth II. ihren 85. Geburtstag und am 29. April heiratet Prinz William seine Kate. Was lag da näher für die urbritische Sportart Galopprennen, sich den Englischen Wochen anzupassen. Hoppegarten jedenfalls präsentiert seinen Gästen am Ostersonntag (Einlass ab 12, Rennen ab 14 Uhr) einen Briten, wie er britischer nicht sein könnte: Lester Piggott.

Gemeinsam mit dem Amerikaner Bill Shoemaker und dem Franzosen Yves St. Martin bildet der mittlerweile 75-jährige Gentleman das wohl bekannteste Jockey-Trio weltweit. Piggott ist erstmals seit 1992 wieder in Hoppegarten, damals gewann er auf „Mr. Brooks“ ein Gruppe-III-Rennen. Als Ehrengast übergibt er diesmal den Siegerpreis im Hauptrennen.

In Rennen sechs über die Distanz von 2000 Metern treffen mit „Navajo Storm“, „Bacchus Danon“, „Kavendish“ und „Polish Vulcano“ vier Pferde aufeinander, die auch Nennungen für das Deutsche Derby 2011 in Hamburg haben.

Ostern unter britischer Flagge heißt aber nicht Abkehr von Erprobtem. Auch 2011 stehen die Kinder am Ostersonntag wieder im Fokus. War es im vergangenen Jahr ein Schimmel, der von den Kleinen mit Fingerfarben bemalt werden durfte, sind es in diesem Jahr gleich vier. Lebendige Osterhasen und Osterlämmer werden zu bewundern sein, Ponyreiten ist lieb gewordener Standard.

„Wir sehen Familien und ihre Kinder eindeutig als unser Publikum von morgen“, hält Rennbahnbesitzer Gerhard Schöningh die Bemühungen abseits der Rennbahn für die Basis zum Erhalt der Anlage. Dazu gehört auch die erstmals auf der II. Tribüne eingerichtete Open Air Racing Bar für den „Ruffian-Club“. Das Angebot richtet sich durchaus auch an die, nicht nur britisch angehauchte, Berliner Partyszene. „Einen Renntag bei untergehender Sonne mit Musik und einem guten Getränk ausklingen zu lassen, vielleicht auch ein bisschen zu tanzen, ist sicher keine schlechte Alternative“, wirbt Schöningh für das neue Angebot.